Verschiffung oder Kauf?

Ursprünglich hatten wir geplant mit unserem VW Bulli T4 dieses Abenteuer anzutreten. Unser Bulli ist Benzin und Erdgas betrieben, verbraucht nicht viel, hat aber auch keinen 4-Rad-Antrieb. Hinzu kam, dass der Bulli noch hätte umgebaut werden müssen. Es gab keinen Durchgang zur Fahrgastzelle, keine Standheizung (danke noch mal Andrea und Gerd, dass ihr uns über die Notwendigkeit einer Heizung, die Augen geöffnet habt), keine seitlichen Fenster usw. Ihr seht, der Ausbau hätte sehr viel Zeit und auch Geld in Anspruch genommen.

Warum wir uns für den Autokauf enschieden haben

Also haben wir uns hingesetzt und die Pro und Contras für unser Auto, als auch ein gekauftes Auto aufgelistet. Heraus kam:

In Summe kommen wir mit Ausbau und Verschiffung auf das gleiche Geld, als wenn wir uns in den Staaten ein gebrauchtes Wohnmobil kaufen. Entscheidend ist natürlich auch der Dollarkurs. Außerdem haben wir die Möglichkeit gezielt nach einem 4-Rad-Antrieb zu schauen und die Wahrscheinlichkeit, dass eine amerikanische Marke in Amerika repariert werden kann, ist auch größer. Der Umbau des eigenen Autos hätte zu viel Zeit und Nerven gekostet, außerdem gehen wir davon aus, dass ein amerikanisches Wohnmobil viele Annehmlichkeiten liefert, die ein Selbstausgebauter VW Bulli nicht erreicht. Schade nur um die entgangenen Erlebnisse bei der Erdgas-Tankstellensuche.

Allerdings hat auch der Autokauf in den USA seine Tücken. So müssen wir jetzt natürlich mit höheren Benzinkosten rechnen, denn wie man weiß, sind amerikanische Autos Spritschleudern – wir reden über ein eventuell 8 Jahre altes Auto. Außerdem benötigen wir einen Kontakt in den USA, über den wir das Auto zulassen und versichern können.

Beschaffung

Der Plan ist, einen Pick-Up-Truck 4WD mit Slide In Camper oben drauf käuflich zu erwerben. Diese ca 8 m2 sind dann für die nächsten anderthalb Jahre unser zu Hause. Die Suche erweist sich allerdings schwieriger als angenommen, da die Amies nichts für kleine Dinge übrig haben. Busse, Wohnmobile oder große Trailer – alles kein Problem, aber die Slide In Camper sind eine Rarität. Anfangs klappern wir einige RV (Recreation Vehicle) Händler ab – ohne Erfolg, aber wir bekommen immer viele neue Hinweise und werden meist auch gleich weitergeleitet. Überhaupt sind wir sehr angetan von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Amerikaner.

Den ersten Slide in Camper (BJ 2001) den wir sehen, könnten wir gleich zusammen mit einem Truck (BJ 1995) kaufen. Zusammen soll das Gespann 14000 $ kosten, wir wollen aber lieber noch ein bisschen weiterschauen und nicht gleich das erste Angebot annehmen. Außerdem war der Camper nicht gerade ein Abbild von Sauberkeit und Wohlgeruch.

Das Fazit des ersten Tages: Pick Up und Camper getrennt kaufen.