Autozulassung in den USA

Die Autozulassung zu bekommen, war kein Problem für uns. Diesen Service hat uns Ford Galloway angeboten und wurde von uns auch gerne und danken angenommen. (anfallende Kosten siehe "Beschaffung")

Autoversicherung USA

Um in den USA mit einem gekauften Auto vom Hof eines Händlers fahren zu können, benötigt man eine Versicherungspolice! Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sehr wenige Versicherungsinstitute gibt, die das Auto von zwei Deutschen in den USA versichern möchten oder können. Grundvoraussetzung ist immer eine US-Adresse, die wir durch Gerd hatten. Eine Hoteladresse kann auch ausreichend bzw. hilfreich sein. Hier muss man aber das notwendige Vertrauen zu dem Personal haben, dass sie evtl. ankommende Post auch zeitnah an eine angegebene Adresse auf der geplanten Reiseroute weiterleiten.

Bei der Versicherung des AAA – dem amerikanischen ADAC – wurden wir abgelehnt. Aufgrund unserer Reiseaktivitäten wäre ihnen das Risiko zu hoch, uns zu versichern. Man verweist uns zur „Progressive“, eine sehr teure Versicherung – das wussten wir bereits und haben deshalb dort gar nicht erst angefragt. Während des Vertragsabschlusses bei Ford versuchten wir es telefonisch bei „Geico“, einer preiswerten amerikanischen Versicherung. Die wollten uns aber nur mit amerikanischem Führerschein versichern. Durch einen Mitarbeiter von Ford bekamen wir dann aber doch noch einen Kontakt vermittelt - Frank, der indische Versicherungsmakler von „FedUSA“. Zu diesem fuhren wir also, nachdem wir das Auto bezahlt und den Vertrag unterschrieben hatten. Da war es bereits 18 Uhr. Der gute Frank hatte 3 Stunden mit uns zu tun, weil wir alles ganz genau hinterfragten. Immerhin schließt man ja nicht jeden Tag eine Autoversicherung in den USA ab.

Der grundlegende Unterschied zu Deutschland ist, dass in den USA die Versicherung nicht speziell für das Auto, sondern für die beantragende Personen abgeschlossen wird. Dies hat zur Folge, dass z.B. bei einem Autowechsel die selbe Versicherung greift. Man muss lediglich dem Versicherungsgeber den neuen Autotypen mitteilen. Gleiches gilt für gemietete oder geliehene Fahrzeuge. Man fährt nicht, wie in Deutschland, mit dem Versicherungsschutz eines anderen Fahrzeugs resp. des Fahrzeughalters, sondern mit der eigenen (also personenbezogenen) Versicherung.

In den USA gibt es (wie in Deutschland) mehrere Kategorien für eine Autoversicherung. Wir haben uns für drei von diesen entschieden:

Personal Injury Protection - PIP:

Diese ist in Florida Pflicht und deckt für Fahrer und Familienangehörige Krankenhauskosten, Einkommensausfall und zusätzliche Kosten für Haushaltshilfen ab. (Kosten 330 $ für 6 Monate).

Liability coverage - LC:

Hier handelt es sich um die Schadensabsicherung für fremden Besitz (Property Damage Liability - PD) und für betroffenen Personen außerhalb des eigenen Fahrzeugs (Bodily Injury Liability - BI). Bei der PD haben wir uns für 100.000 $ Versicherungssumme pro Schadensfall entschieden (Kosten: ca 250 $ für 6 Monate). Die Mindestversicherungssumme von 25.000 $ für in Florida zugelassene Autos erschien uns zu gering. Da wir für die Einreise nach Kanada bei der BI eine Mindestversicherungssumme von 300.000 $ nachweisen müssen, haben wir uns natürlich auch für diesen Wert pro Versicherungsfall für Personenschäden entschieden (Kosten: ca 300 $ für 6 Monate).

Comprehensive - C:

Sie ist mit der deutschen Teilkaskoversicherung zu vergleichen und tritt bei Diebstahl, Beschädigung durch Feuer oder andere Verluste ein. Die Kosten belaufen sich auf ca. 100 $ für 6 Monate bei einer Selbstbeteiligung (deductible) von 500 $.


Weitere mögliche Versicherungen bei FedUSA sind:

Medical Payment Coverage - MP:

ergänzende Absicherung zur PIP

Uninsured Motorists Coverage - UM:

Absicherung analog zur PIP für Personenschäden am versicherten Fahrer und seiner Familie, jedoch bei Unfällen, wo der Unfallgegner Schuld hat aber nicht versichert, unterversichert oder flüchtig ist - aufgrund unseres Krankenversicherungspaketes inkl. Unfallversicherung gab es für uns nicht die Notwendigkeit, diese Versicherung abzuschließen

Collision Demage - CD:

entspricht in etwa der deutschen Vollkaskoversicherung, die wir aber für unseren Dirty Harry aufgrund seiner Größe und seines Alters nicht wirklich benötigen)

und noch viele andere Versicherungen, über deren Sinnhaftigkeit ein jeder selbst entscheiden muss.


Zusätzlich sind wir auch in den USA über den ADAC (also AAA) abgesichert. Beim Vorzeigen unserer Versicherungskarte werden wir geborgen und abgeschleppt, so wie in Deutschland. Voraussetzung ist allerdings eine etwas teurere Mitgliedschaft beim ADAC, die über das Basispaket hinausgeht.

Einfacher ist alles, wenn man sich im Vorfeld in Deutschland eine Versicherung sucht, die Papiere vorbereitet und dann das gekaufte Fahrzeug dort einträgt.