Impfungen

Empfohlene Impfungen für den amerikanischen Kontinent

Um auf Nummer Sicher zu gehen, haben wir uns gleich bei einer Tropenärztin aus Bielefeld beraten und impfen lassen.

Neben den allgemein empfohlenen Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Poliomyelitis können je nach Reiseziel und Reiseart noch die Impfung gegen Gelb- oder Denguefieber vorgeschrieben sowie Impfungen gegen Hepatitis, Typhus, Meningokokken-Meningitis und Cholera sinnvoll und notwendig sein.

Die gegenwärtige Dengue-Epidemie in Teilen Südamerikas verdeutlicht, wie rasant sich diese Erkrankung in tropischen Regionen ausbreitet.

Und natürlich das Malariarisiko nicht zu vergessen. Etwa 1.000 Malariafälle werden jährlich in Deutschland registriert. Die Patienten, die bereits während der Reise erkranken und vor Ort behandelt wurden, sind dabei nicht berücksichtigt. Die Malariaprophylaxe sollte bei Reisen in die Verbreitungsgebiete Lateinamerikas und in der Karibik immer individuell abgestimmt werden, da das Risiko regional unterschiedlich ist. In weiten Teilen ist eine Chemoprophylaxe nicht unbedingt notwendig, jedoch ein sehr sorgfältiger Mückenschutz.

So haben wir jetzt auch lediglich den Namen der Malaria-Tabletten, welche wir erst in den USA bzw. Mexiko kaufen werden. Wir müssen uns dann beim Reisen informieren, welche Gebiete ein hohes Malariarisiko aufweisen und dementsprechend die Tabletten einnehmen.

Unsere Ärztin hat uns den Mückenschutz „No Bite“ empfohlen. Wenn nicht dieses sollte man beim Kauf unbedingt darauf achten, dass der Mückenschutz einen DEET-Wert von 40 - 60 % hat. Je höher der DEET-Wert, um so länger der Schutz. „No Bite“ gibt es einmal für die Haut und eins für Materialien, wie Mückennetz und Anziehsachen. Bis jetzt haben wir „No Bite“ noch nicht finden können, haben aber in den USA Mückenschutz mit hohem DEET-Wert erworben („OFF“).

Planung

Wir hatten Anfang 2007 schon einmal darüber nachgedacht, auf Weltreise zu gehen. Die Idee kam von Olli. Bevor der Entschluss gefasst war, hat sich Olli plötzlich mit ganz anderen Dingen, wie Eigentum, auseinandergesetzt.

Januar 2008 hat er dann aber doch festgestellt, dass die Reise sein wahrer Traum ist und wir haben uns wieder zusammengesetzt und beraten. Die Entscheidung war dann auch ziemlich schnell gefällt – wir reisen im August in die USA und von dort weiter nach Mittel- und Südamerika. Anschließend nach Australien und Neuseeland und runden die ganze Sache mit einigen Wochen in Asien ab. Olli wollte zwei Jahre reisen, ich nur eins, also einigten wir uns auf anderthalb.

Aus der Weltreise ist mittlerweile die Panamericana geworden. Grund dafür ist hauptsächlich das Reisewetter mit dem Hintergrund der verschiedenen Klimazonen und Jahreszeiten. Will man mit dem Fahrzeug von Nord- nach Südamerika und nicht in Alaska oder Feuerland im Schnee stecken bleiben, sollte man die Tour z.B. im nordischen Sommer beginnen und dann innerhalb 8 Monate den Süden von Argentinien / Chile verlassen haben. Da wir uns aber doch etwas mehr Zeit für die vielen Länder, Leute und Kulturen lassen wollten, haben wir uns entschieden, anderthalb Jahre mit der notwendigen Ruhe und Gemütlichkeit von Norden nach Süden zu fahren. Dabei sollte uns eigentlich unser auf Erdgas umgerüsteter Bulli begleiten. Da hätte sich die Umwelt gefreut. Leider bietet der Bulli für eine so lange Zeit nicht genügend Wohnkomfort, so dass wir uns entschieden haben, für die Rundreise ein Wohnmobil in den USA zu kaufen.

Reiseapotheke

Hautverletzungen

  • Fenistil Gel gegen Insektenstiche
  • Compeed Blasenpflaster
  • Panthenol-ratiopharm Wundbalsam
  • Ichtholan 10% & Dexamethason Creme LAW gegen Hautentzündungen
  • KadeFungin 3 gegen Pilzbefall

Auge

  • Dexamethason Augensalbe gegen Entzündungen

Antibiotika

  • Ciprobay 250 mg
  • Avalox 400 mg (zwei Alternativen für den Fall von Resistenzen)

Schmerzmittel in aufsteigender Wirkstärke

  • Aspirin
  • Paracetamol 500 mg
  • Ibuprofen AL 600
  • Valoron N retard 50 / 4 mg (z.B. wenn es bei Armbruch länger dauert, bis ein Arzt zur Stelle ist)

Malaria

  • Malarone (keine Prophylaxe, nur für den Ernstfall)

Erkältung & Grippe

  • Tiger-Balm Mentholsalbe zur Befreiung der Atemwege
  • Tamiflu 75 mg gegen (Vogel-)Grippe

Magen-Darm

  • Micropur forte zur Entkeimung von kontaminierten Wasser
  • Tannacomp zur Vorbeugung von Durchfallerkrankungen
  • Kohle-Compretten bei leichtem Durchfall
  • Immodium Akut, wenn es wirklich schlimm kommt

Akute Verletzungen / Erste-Hilfe-Set

  • Wundpflaster
  • Einweg-Spritzen/Kanülen
  • Mullbinden & sterile Kompressen
  • Einmal-Latex-Handschuhe
  • Dreiecks-Tuch
  • Leukotape classic
  • Sicherheitsnadeln
  • Pinzette/Zeckenpinzette
  • Schere
  • Trillerpfeife
  • Kurz-Manual zu lebensrettenden Sofortmaβnahmen

Sonstiges

  • Fieberthermometer
  • Nasenspray
  • Mittel gegen Allergien, Juckreiz
  • Sonnenbrand
  • Sonnencreme für Allergiker
  • Insektenstiche
  • Mittel bei Verstauchungen und Zerrungen
  • Muskelentspannendes Mittel
  • Buch: "Wo es keinen Arzt gibt" (siehe Rezension)

Gesund unterwegs

Neben den selbstverständlichen Verhaltensweisen hinsichtlich Trinkwasser, Obst etc. haben wir uns für den hoffentlich nicht eintreffenden Ernstfall einer Erkrankung ein wenig vorbereitet. Natürlich ist bei einer Krankheit das Aufsuchen eines guten Arztes am besten. In vielen Ländern gibt es inzwischen Hospitäler mit im Westen ausgebildeten Ärzten (Amerikanische oder Europäische Krankenhäuser).  Für den Fall, dass ein Arzt nicht vor Ort ist, halten wir folgendes Buch für aufschlussreich:

Deutsche Ausgabe des mittlerweile in über 60 Sprachen übersetzten Handbuches „Wo es keinen Arzt gibt: Medizinisches Gesundheitshandbuch zur Hilfe und Selbsthilfe auf Reisen“ (Taschenbuch) David Werner (Autor), Peter Rump (Herausgeber), das zur Standardausrüstung eines jeden Entwicklungshelfers gehört. Das Buch gibt Anleitung zur Hilfe und Selbsthilfe in allen Situationen, die die Gesundheit und Hygiene betreffen und orientiert sich dabei an den realen Gegebenheiten unterentwickelter Länder. Es vermittelt nicht nur Grundlagen der medizinischen Diagnose, Behandlung und Verhinderung typischer Krankheiten unterwegs, sondern bietet darüber hinaus umfassendes Hintergrundwissen zu allen Aspekten der Gesundheit. Ausführliche Tips zur Vorbereitung auf Fernreisen. Mit Malaria- und Gelbfieberliste für jeden Staat der Welt, Medikamentenliste und Glossar medizinischer Fachbegriffe.

Deutschland - Florida

Bei der Flugbuchung mussten wir den Ort des Autokaufs berücksichtigen. In dem Bundesstaat, in dem man ein Auto kaufen, versichern und zulassen will, muss man (nach unseren Informationen) auch eine lokale Adresse angeben können. Und da kam der Cousin von Ollis Mutter ins Spiel. Er wohnt in Florida, Fort Myers und stellt uns freundlicher Weise seine Adresse zu Verfügung, damit später die Versicherungs- und Zulassungspapiere dort hingeschickt werden können.

So konnten wir Uli von unserem Reisebüro „Die Reise“ in Bielefeld, fünf Wochen vor Abreise endlich unseren ersten Bestimmungsort nennen: „Bitte zwei One-Way-Tickets nach Florida, Fort Myers, Abflug Deutschland am 2.July 2008“, damit wir auch den Unabhängigkeitstag der USA am 4. Juli miterleben dürfen.

Dank ihrer Unterstützung konnten wir noch 2 Flüge für unter 500 EUR von Düsseldorf über München nach Fort Myers buchen. Abflug 9:10 Uhr Düsseldorf, Ankunft ca. 16:40 Uhr Ortszeit, genügend Zeit um unseren Leihwagen für die ersten Tage von Alamo (20 EUR pro Tag) abzuholen und die gebucht Unterkunft „Suburban Extended Stay of Fort Meyers“ (35 EUR pro Tag) an zu fahren.

Und dann beginnt das große Abenteuer ....