Die Everglades – 21. Juli 2008

Der 21. Juli ist ganz für den Everglades-Nationalpark reserviert. Gleich nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Zuerst besuchen wir kurz das Visitor Centre und erfahren dort, welche Wege man erkunden kann und welche man aufgrund der Mücken lieber auslassen sollte. Gerade um diese Jahreszeit kommt es zu einer regelrechten Mückenplage.

Die Everglades sind eigentlich ein ca. 60 km breiter und 160 km langer Fluss, den man aufgrund seiner geringen Tiefe und des Grasbewuchses nicht als Fluss erkennen kann. Nur ca. die Hälfte des Gebietes gehört zum Nationalpark, der 1947 gegründet wurde und steht somit unter Naturschutz. Leider ist ein großer Teil dieses Naturwunders bereits unwiederbringlich zerstört!

Wir beschließen, an einer Bootstour (kein Airboot – die sind nämlich superlaut und haben nichts mit Natur zu tun) teilzunehmen und fahren gleich die ca. 45 Meilen durch den Park bis zum Hafen. Auf der 90-Minütigen Bootsrundfahrt sehen wir mehrere Krokodile und Alligatoren, Mahagonibäume, Königspalmen und Mangroven. Die hatten wir uns eigentlich größer vorgestellt, aber wir erfahren, dass Hurrikan Andrew den alten Baumbestand vor einigen Jahren weggespült hat. Außerdem sehen wir eine Bananenspinne (die zum Glück in sicherer Entfernung im Baum hängt), springende Fische, aber leider keine Pelikane oder Manatees, diese friedlichen riesigen Meeresbewohner.

Auf dem Rückweg machen wir an zwei Trails halt. Der erste „Pa-Hay-Okee“ führt zu einer Aussichtsplattform, von der man einen wunderschönen Überblick über die Landschaft hat.

Der andere Trails „Anhinga“ ist landschaftlich auch atemberaubend. Auf Holzwegen geht es über ein Seengebiet. Überall grunzen laut die Ochsenfrösche, große Fische schwimmen im Wasser und dann liegen da plötzlich mindestens 8 Alligatoren faul in der Abendsonne.