Fort Myers – 2. Juli bis 16. Juli 2008

Wie geplant fliegen wir am 2.7. (sehr früh) von Düsseldorf über München nach Fort Myers. Als wir dort relativ pünktlich landen, sind wir bereits 23 Stunden auf den Beinen. Die Einreiseformalitäten – unsere größte Sorge - verlaufen problemlos. Allerdings müssen wir durch die Lebensmittelkontrolle und werden dann noch einmal in einem persönlichen Gespräch auf die Länge unserer Aufenthaltsgenehmigung und die Gefahren in Mexiko hingewiesen.

Dann können wir endlich unseren kleinen gelben Mietwagen in Empfang nehmen und ins Hotel fahren. Das "Surburban Extended Stay of Fort Myers" ist genau passend für uns. Wir haben eine kleine Küche, das Zimmer ist ausreichend groß, und es ist strategisch günstig gelegen, denn unser Auftrag lautet: Autokauf! (mehr dazu im Kapitel: „Abenteuer Autokauf“)

Fort Myers ist eine ruhige Stadt an der Südwestküste Floridas. Wir befinden uns in der Regen und Hurrikane Saison und es sind jeden Tag gefühlte 35 Grad mit ner ordentlichen Portion Schwüle dazu. Man schwitzt also schon, ohne sich überhaupt zu bewegen. Pünktlich nachmittags gibt es ein heftiges Gewitter mit viel Regen, dann wieder Sonne. Ort ist wie alle anderen amerikanischen Orte: große Strassen, viele Autos und an jeder Ecke mindestens ein Fast-Food-Laden. Alles ist sehr übersichtlich und wir finden uns mit einer kleinen Karte gut zurecht. Glücklicherweise befinden sich die für uns interessanten Anlaufstationen ganz in unserer Nähe. Da wären eine Unmenge an Autohändlern, die wir alle auf und um die 41 finden, Tripple A also AAA – der amerikanische ADAC, die Edison Mall mit unserem geliebten China Buffet, einem guten Mexikaner und einem Fotoausrüster, diverse Fast Foods und Melt’s Diner, den wir auch des Öfteren aufsuchen. Ollis Verwandter wohnt auch nicht weit entfernt.

Von der großen Brücke, die zu den Fort Myers Beaches führt, können wir am Abend des 4. Juli das alljährliche Feuerwerk zum Unabhängigkeitstag bestaunen. Als extra gibt es eine Gesangseinlage der amerikanischen Zuschauer. In unserem geliebten China-Buffet lernen wir zwei Tage später Judith und Udo kennen, ein sehr nettes deutsches Paar aus Montabaur. Dank dieser Beiden, haben wir auch diese schönen Bilder vom Feuerwerk und ab jetzt eine eigene super Kameraausrüstung.

Durch die doch etwas länger dauernde Auto und Campersuche (siehe Gefährt(e)), sind wir gezwungen unseren Aufenthalt im Surburban zwei Mal zu verlängern. Das geht absolut problemlos übers Internet zu einem sehr guten Kurs (hotel.com – 50 % weniger als regulär). Am Mittwoch, den 16. Juli checken wir endgültig aus und fahren zu Jack, um dort unseren Camper abzuholen, in dem wir von nun an wohnen werden. Das ist aber kein endgültiger Abschied von Fort Myers.

Die erste Nacht im Camper beginnt etwas unbefriedigend. Wir suchen uns ein Plätzchen an der Straße, aber können wegen Hitze und Straßenlärm nicht schlafen. Total müde fahren wir wieder Richtung Süden, da wir in Fort Myers noch einige Dinge zu erledigen haben. Wir finden einen sehr schönen und ruhigen Zeltplatz (Tamiami RV) wo wir den Camper in Ruhe einrichten können und auch Dinge wie Wäsche erledigen.

Freitag, den 18. Juli fahren wir noch einmal nach Fort Myers rein, da wir noch zusätzliche Blattfedern auf die Hinterachse des Fords ziehen lassen wollen. Während der Arbeiten am Auto, schlendern wir über einen „Fleemarket“. Allerdings versteht man unter einem Flohmarkt hier etwas anderes als bei uns. Es gibt keine gebrauchten Dinge. Als wir das Auto 4 Stunden später abholen, steht das Lenkrad wieder schief – diesmal in die andere Richtung. Wir drehen sofort um. Nach kurzem Hin und Her, es ist kurz vor Feierabend, ist das Lenkrad gerichtet. Zufrieden fahren wir los. Wir wollen jetzt noch eine neue Matratze kaufen und dann soll die Reise endlich beginnen.

Denkste Puppe, nach ca. 3 Meilen zieht das Auto plötzlich stark nach links, beim Bremsen so stark nach rechts, dass sich das Lenkrad fast einmal komplett dreht. Auf einem Parkplatz stellen wir beunruhigt fest, dass der rechte Vorderreifen ausgebeult ist. Das nennt man wohl Glück im Unglück – wir befinden uns keine 300 m von unserem geliebten Fordhändler entfernt, der uns die neuen Reifen aufgezogen hatte.

Ford verspricht sofort Abhilfe. Da die Werkstatt schon zu hat, dürfen wir auf dem Gelände übernachten – es gibt sogar Stromanschluss. Obendrein bekommen wir wieder ein Auto für den Abend. Am nächsten Morgen wird dann auch ganz schnell ein neuer Reifen aufgezogen und wir verabschieden uns zum dritten und letzten Mal von Ford. Jetzt schnell noch die Matratze und dann aber nichts wie raus aus Fort Myers.

Zur Bildergalerie