Kennedy Space Center - 23. Juli 2008

Nach den Everglades machen wir erst einmal Meilen. Wir bringen ca. die Hälfte der Florida Küste hinter uns und halten erst wieder in Titusville auf dem Campingplatz. Von hier aus starten wir am nächsten Tag zum Kenndy Space Center (KSC). Der Eintrittspreis (39 $) erscheint sehr viel, aber es lohnt sich. Für weitere 20 $ kann man unter anderem einen echten Astronauten treffen.

Das KSC besteht aus einem riesigen Besucherkomplex mit IMAX-3D-Kino, welches wir auch gleich aufsuchen, um dort einen heroischen Film über die amerikanische Geschichte der Monderoberung anzuschauen.

Anschließend erleben wir einen „Shuttle Launch“, bei dem wir den Start eines Space Shuttles simuliert bekommen. Wir sitzen in einer Kabine und werden 90  in die Horizontale gelegt. Plötzlich gibt es einen Triebwerkausfall, aber das Kontrollzentrum hat alles im Griff. Dann rüttelt und vibriert die Kabine und kurze Zeit später geht’s ab ins Weltall und wir haben das Gefühl zu schweben. Ist ganz witzig.

Weiter geht’s in den Shuttle Nachbau, wo ein komplettes Space Shuttle mit allen Elementen (auch die Kosmonautentoilette) ausgestellt ist. Von hier aus nehmen wir den Bus über das KSC-Gelände. Hier werden 3 Stationen angelaufen, wir besuchen aber nur zwei davon, da wir mittlerweile schon 5 interessante Stunden hier sind. Wir sehen das Vehicle Assemble Building, also das Gebäude, wo die Shuttles mit den Außentanks und den Raketen gebaut werden. Anschließend fährt ein Crawler, eine riesige beweglich Plattform auf Kettenrädern, die fertigen Kolosse über 2 große Schotterpisten zur jeweiligen Startrampe. Im „Apollo/Saturn V Center“ sehen wir eine original Saturn-V-Rakete, die zu Anschauungszwecken in Stücke zerlegt wurde. Hier sind auch den Bus, mit dem die Astronauten zum Shuttle gefahren werden sowie das Mondfahrzeug und die Mondkapsel ausgestellt. Wir können auch ein ganz kleines Stück vom Mond berühren, welches natürlich schon so abgeschliffen ist, dass es alles sein könnte.

Zum Abschluss spazieren wir noch durch den „Rocket Garden“. Hier gibt es Raketen aller Generationen zu bestaunen. Das sieht besonders gut vor dem immer dunkler werdenden Himmel aus. Wir machen, dass wir zum Auto kommen und schaffen es gerade, bevor ein heftiges Unwetter runterkommt.

Übrigens, aufgrund dessen, dass viele Bereiche des Geländes aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt sind, dient das Areal auch als ein Ort für viele geschützte Wildtiere. Wir haben auf dem Gelände Alligatoren, Schildkröten, schwarze Geier und andere Vögel gesehen.