DIE FLORIDA KEYS

Am Samstag den 19.07. kommen wir nun endgültig aus Fort Myers – das uns schon wie eine kleine Heimat vorkam – raus. Wir fahren auf der tollfreien Bundesstraße durch die Everglades nach Süden. Zwei Krokodile sehen wir bereits auf der Straße, einen ziemlich großen Brocken und eins, welches leider schon mit seinem weißen Bauch nach oben, tot, mitten auf der Straße liegt. Aus Angst vor den Moskitos, vermeiden wir jegliches Aussteigen.

Gegen 19 Uhr erreichen wir die Florida Keys, welche aus mehr als 400 Inseln bestehen. Über eine erste große Brücke geht es nach Key Largo. Ab hier gibt es nur noch die Route 1, die die meisten Inseln miteinander verbindet und nach ca. 100 Meilen in Key West endet. Wir hatten uns zuvor einen Zeltplatz in einem der vielen State Parks ausgesucht. Naiverweise haben wir nichts reserviert und auch völlig ausgeblendet, dass Wochenende sowie Ferienzeit ist. Der Campground ist natürlich komplett belegt. Wir fahren ein paar Meilen zurück und fragen bei KOA. Das sollte man möglichst auch vermeiden. Die wollen doch glatt 75 $ für den Stellplatz. Nein Danke.

Man könnte sich ja auch einfach auf einen der vielen Parkplätze links und rechts der Straße stellen, wenn da nicht die Schilder: „Overnight Parking Not Permitted“ wären. Wir fahren also weiter. Per Telefon fragen wir schon einmal einige Zeltplätze ab und siehe da, in Marathon gibt es noch einen Stellplatz allerdings direkt an der Straße. Gleich nebenan allerdings, gibt es einen sehr schönen Campground für 44 $. Den nehmen wir dann, obwohl uns das natürlich immer noch viel zu viel Geld für eine Nacht ist. Der Campground ist sehr schön, mit einem eigenen kleinen Hafen. Hier können wir nachts die Hummer beobachten, es ist nämlich gerade Hummersaison.

Am nächsten Tag fahren wir nach Key West und damit zum südöstlichsten Punkt Floridas und den USA. Hier lässt sich Olli mit seiner Rockstargitarre auf einem Foto verewigen. Wir fahren über viele Brücken, das Wasser links und rechts und unter uns schimmert in verschiedensten Blautönen. Überall angeln oder baden Leute. Je weiter wir fahren, um so teurer wird übrigens das Benzin.

Key West ist touristisch ziemlich überlaufen, aber mit seiner schönen Architektur aus der Zeit als hier viele Künstler lebten, sehr ansprechend. Hemingway lebte 12 Jahre hier und schrieb auch einige seiner bekanntesten Bücher in seinem spanischen Kolonialstilhaus.

Wir fahren noch am Abend wieder von den Keys runter, nachdem wir wieder erfolglos nach nem Stellplatz gesucht haben. Wir verbringen die Nacht in Florida City, von wo aus wir am nächsten Tag in die Everglades starten wollen.