Washington DC – 27. Juli 2008

Sonntag, den 27. Juli, machen wir die Landeshauptstadt unsicher. Da es kaum Parkplätze gibt, beschließen wir von Springfield aus, die Metro zu nehmen. Für eine Tageskarte zahlt man 7,80 $ und das Parken ist am Sonntag frei und gleich gegenüber der Metrostation.

Unser erster Halt ist der „Arlington Cemetery“. Als wir aussteigen, hören wir über Lautsprecher die Ansage, dass der Friedhof aufgrund eines Wasserschadens nicht geöffnet ist. Trotzdem versuchen wir unser Glück. Gut so, denn das „Women in Military Service Memorial“ ist offen und von hier oben hat man einen wunderbaren Blick auf die in Reih und Glied stehenden Grabsteine, die Kennedy Gräber und das Arlington House, in dem Robert E. Lee eine Zeit lang lebte.

Bei blauem Himmel und sengender Sonne machen wir uns auf in Richtung Stadt. Wir freuen uns über den aufkommenden Wind und die schattenspendenden Wolken, als wir über die lange Arlington Memorial Bridge, die den Potomic überquert, hinter uns bringen. Auf der anderen Seite, hinter dem Lincoln Memorial fallen die ersten Tropfen und wir schaffen es gerade noch bis zum Roosevelt Memorial, wo wir gut geschützt und mit 6 anderen Touristen in einer Nische hinter einer Bronzestatur ein heftiges Gewitter überstehen. Das Memorial des Präsidenten, der von 1933 bis 1945, gleich 4 Terms im Amt war, wurde erst 1997 eröffnet. Es ist in einem offenen Stil gehalten, mit kleinen Wasserfällen und Teichen. Nach dem Schauer machen wir uns auf zum Kuppelbau des Jefferson Memorials. Hier steht der 3. Präsident der USA, der die Unabhängigkeitserklärung schrieb, in der Mitte dieser offenen Halle, die dem Pantheon in Rom nachempfunden wurde.

Jetzt brauchen wir erst mal was zu Essen. Einer von den vielen freundlichen Menschen hier, bringt uns bis zur Metro und weist uns den Weg zum „Old Post Office“. In diesem gibt es einen gut versteckten Food Court. Bevor wir das Gebäude betreten dürfen, müssen wir allerdings durch eine Sicherheitskontrolle. Außerdem – und das kann ich nur jedem anraten - kann man hier stundenweise Fahrräder ausleihen. Washington ist wirklich schön, aber man läuft sich die Füße wund. Die Metro liegt außerhalb der Highlights uns so bleibt nur laufen oder das Rad.

Gestärkt geht es weiter zum Capitol, welches sich auf dem Capitol Hill befindet und dem daneben liegenden Botanischen Garten. Hier bestaunen wir eine Ausstellung von unterschiedlich gestalteten Erdkugeln unter dem Motto „Environment and Pollution“. Olli verschnauft auf einer Bank vor dem Capitol, als plötzlich 5 Polizisten auftauen und ihn für einen Gangster halten. Glücklicherweise klärt sich der Vorfall binnen weniger Sekunden.

Unser Weg führt uns jetzt zum weißen Haus, welches wir uns aber nur aus der Ferne und durch den Zaun mit ca. 300 anderen Touristen anschauen. Gemütlich wandern wir in der Abendsonne durch den Park zum 180 m hohen Washington Monument. Mit seinen beiden kleinen roten Augen sieht es aus wie ein Mitglied vom Kucklucks-Klan. Von dort laufen wir zum Lincoln Memorial. In diesem wunderschönen Tempelbau erwartet uns auf seinem Thron sitzend der berühmte Präsident des Bürgerkrieges. Von hier oben hat man einen super Blick auf die Highlights Washingtons und auf den Weg, den man hinter sich gebracht hat. Das Washington Monument spiegelt sich im „Reflection Pool“. Mit letzter Kraft schleppen wir uns zurück über die Brücke und zur Metrostation.