TORONTO - 15. August 2008

Die zwei Stunden von den Niagara Fällen bis nach Toronto legen wir nachts zurück. Dieser Highway ist eine einzige Baustelle und wir sind froh, dass wir ihn nicht tagsüber bewältigen müssen. In Toronto gibt es laut unserem Campingbuch von AAA drei verschiedene Zeltplätze direkt in der Stadt. Den ersten „Glenrouge Campground“ im Shoreham Drive finden wir schon einmal nicht. Selbst die beiden Sheriffs, die wir fragen, kennen ihn nicht. Außerdem wird uns geraten, nicht in dieser Gegend zu bleiben, da es hier relativ gefährlich ist. Wir fahren also zum zweiten Campground. Da es schon 2 Uhr ist, wollen wir für diese Nacht eigentlich nichts bezahlen und direkt vor dem Zeltplatz stehen bleiben. Das klappt leider nicht, da ausgerechnet als wir rein fahren, zwei Ranger kommen, die uns einen Platz zuweisen.

Am nächsten Morgen buchen wir für 2 Nächte und verbringen diesen Tag erst einmal relaxed auf dem Zeltplatz. Olli schraubt wieder mal am Camper und am Auto und zu putzen gibt es auch noch einiges. Wir grillen und genießen die Sonne.

Freitag, den 15. August checken wir aus und fahren, wie uns die Zeltplatzlady geraten hat, zu einem großen Einkaufszentrum, um dort den Wagen abzustellen und mit der Metro in die City zu fahren. Auf diesem Parkplatz darf man allerdings nur 3 Stunden stehen. Zum Glück werden wir der Security gewahr, die Kreidestriche an die Reifen der geparkten Autos machen. Also fahren wir weiter und finden glücklicherweise an einer U-Bahnstation weiter außerhalb einen großen Park & Ride. Dieser kostet nach 16 Uhr nichts mehr und es gibt einen direkten Zugang zur Metro. Die Methode für den Ticketkauf verwirrt uns noch etwas (man muss den passenden Betrag in einen Glaskasten beim Wachschutz werfen) aber dann sind wir im Zug und es geht direkt nach Downtown.

Toronto ist durch viele Skywalks miteinander verbunden, so kann man die Stadt auch genießen, wenn es regnet. Ein solcher Skywalk führt auch von unserer Zielstation „Union Junktion“ bis fast an den CN-Tower – unser Ziel. Für 23 $ pro Person und nach einigem Anstehen fährt uns ein Fahrstuhl sehr schnell die über 300 m nach oben. Oben angekommen, müssen wir leider feststellen, dass es regnet und eine große dunkle Wolke über Toronto hängt. Auch der Außenbereich des Towers ist aufgrund des starken Windes geschlossen. Egal, wir machen das Beste draus und gehen erst einmal zum „Glass Floor“. Hier bestehen ca. 3 m3 des Bodens aus dickem Glas über das man gehen, auf dem man liegen und Fotos in die Tiefe machen kann. Das ist eine ganz schön unangenehme Angelegenheit. Man hat das Gefühl, gleich bricht man durch und der ganze Tower schwankt.

Wieder oben auf dem Panorama Deck angekommen, haben sich die dunklen Wolken verzogen und die Sonne kommt hervor. Jetzt gilt es noch eine einigermaßen regentropfenfreie Scheibe zu finden, durch die wir ungestört fotografieren kann. Wir bleiben noch bis zum Sonnenuntergang auf dem Tower und genießen den Blick auf die Stadt. Gegen 22 Uhr sind wir wieder beim Auto, essen etwas und fahren in der Nacht weiter Richtung Westen und amerikanische Grenze.