Custer State Park - 22. bis 24. August 2008

Diesen Park hatten wir uns von Anfang an vorgenommen. Einerseits wegen der vielen Tiere, die man hier sehen kann, andererseits wegen seiner schönen Landschaft. Es ist bereits Nachmittag als wir im Park ankommen. Unser Parkpass gilt hier leider nicht, da es sich um einen State Park und nicht um einen National Park handelt. Wir fahren gleich auf den ersten Campground (Game Lodge) und beschließen dort für eine Nacht zu bleiben. Es gibt Duschen und eine Laundry und wir haben einen schönen Platz an einem kleinen Teich. Olli fährt noch mal los, um 2 Meilen weiter im Internet unsere Mails zu checken und ich mache erst einmal unsere Wäsche. Abends wird gegrillt und ein kleines Feuer gemacht.

Am Samstag fahren wir nach dem üblichen Morgenprogramm zuerst zum Visitor Center. Hier erkundigen wir uns noch einmal verbindlich über die Höhen der Tunnel, die es auf dem Needles Highway zu durchfahren gilt. Das soll nämlich für heute unsere Strecke sein. Dieser Highway ist ca. 14 Meilen lang und führt durch Birken und Nadelwald immer wieder durchbrochen von hohen Granitfelsen – „The Needles“. Er wurde 1922 erschlossen. Ganz am Anfang der Strecke stehen noch einmal die Tunnelhöhen und diese Angaben sagen etwas anderes, als der Park Guide kurz zuvor. Egal, wir wagen es, in der Hoffnung notfalls vor einem zu niedrigen Tunnel umdrehen zu können.

Wir fahren verschlungene Straßen bergauf bergab, sehen Rehe, kleine Flüsse und immer wieder Granitfelsen. Manche sind schon über zwei Milliarden Jahre alt, die ältesten in Nordamerika. Dann kommen wir zum ersten Tunnel. Dieser wirkt klein, aber wir passen problemlos durch. Das Schild am zweiten Tunnel sagt, wir haben original einen Inch in der Breite und vier Inch in der Höhe Platz. Also, nichts wie rein. Es ist wirklich ein Meisterstück, wie Olli uns durch dieses Tunnelchen manövriert ohne irgendwo anzuecken. Auf der anderen Seite bildet sich bereits eine Zuschauertraube. Dann ist es geschafft und wir stehen zwischen riesigen Granitblöcken. Einer davon wird „The Needles Eye“ (Nadelöhr) genannt, da er oben ein durch Wind, Regen und Frost geschaffenes Loch hat. Weiter geht es über windige Straßen und durch bizarre Steinformationen. Dann erreichen wir das Ende des Highways.

Da bald die Dämmerung einsetzt, beschließen wir noch den „Wildlife Loop“ im Süden des Parks zu befahren. Gut so, denn das ist die Zeit der Tiere. Gleich am Beginn der Strecke sehen wir mehrere Rehe und Hirsche und dann eine ganze Büffelherde. Die latschen einfach so über und auf der Straße herum. Große Bullen mit riesigen Köpfen und kleine hellbraune Büffelbabies. Diese Tiere sind wirklich beeindruckend und wir knipsen, was das Zeug hält. Man kann sowieso nicht weiterfahren, da die Bisons die gesamte Fahrbahn blockieren und in beide Richtung Staus verursachen.

Als es dann dunkel ist, versuchen wir einen Platz zum Schlafen zu finden. Dabei schrecken wir einen kleinen Esel auf, der im Straßengraben schlafen wollte. Da man überhaupt nichts mehr von der Umgebung sehen kann, fahren wir doch zurück zu einem der Campingplätze – diesmal ist es Grace Coolidge Campground, auch direkt an einem kleinen Bach und umgeben von bewaldeten Hügeln. Der Ranger wohnt auch in einem Camper auf dem Platz und kommt am nächsten Morgen zu uns, um abzukassieren. Unser heutiges Programm beginnt noch einmal mit dem Wildlife Loop, diesmal bei Helligkeit. Wir sehen wieder sehr viele Bisons und auch die berühmten Burrows, die Esel, die ihre Köpfe in die Autos stecken, um etwas zu naschen zu bekommen.

Bei einer Lodge machen wir eine Mittags- bzw. Kaffeepause an einem der Picknicktische in einem kleinen Waldstück. Dann fahren wir in westliche Richtung aus dem Custer State Park heraus, um die indianische Steinskulptur des Indianerhäuptlings Crazy Horse zu sehen. Man hat uns gesagt, wenn man die 89 in nördliche Richtung fährt, kommt man direkt daran vorbei und sieht sie von der Straße. Das Crazy Horse Memorial ist eine riesige Skulptur, die sich seit nunmehr genau 60 Jahren im Bau befindet. Das Memorial ist dem Lakota Indianer Crazy Horse gewidmet und wird sukzessive aus dem Granit der Black Hills gesprengt. 1939 wurde der Bildhauer Korczak Ziolkowski hierfür vom damaligen Häuptling der Sioux Standing Bear eingeladen. 1948 begann Ziolkowski dann mit der Arbeit und lehnte damals schon staatliche Hilfsmittel ab. Auch heute noch wird der Bau des Memorials ausschließlich durch eine gemeinnützige Stiftung finanziert. Gelder kommen durch den Eintritt zum Memorial und durch die Erlöse aus dem Indianermuseum in der Nähe des Monuments. 1982 starb Ziolkowski und seitdem wird seine Arbeit durch seine Familie weitergeführt. Bis jetzt ist lediglich das Gesicht fertig gestellt.

Viele Indianer stehen dem Projekt kritisch gegenüber, da es für sie eine Entweihung der heiligen Black Hills bedeutet und weisen außerdem darauf hin, dass Crazy Horse sich nie fotografieren ließ, weil er nicht abgebildet werden wollte. Wenn diese Skulptur irgendwann einmal fertig sein wird, passen alle vier Präsidentenköpfe in den Kopf des Pferdes auf dem Crazy Horse sitzt. Das heißt bei Fertigstellung ist sie dann fast 200 m lang und ca. 170 m hoch.

Von Norden nähern wir uns nun Mount Rushmore und dem Mount Rushmore Memorial. Ich war schon einmal hier und weiß, dass man beim Anblick der vier Köpfe leicht enttäuscht sein kann, da von den Amis immer so ein Rummel darum gemacht wird. Vor dem Memorial wurde ein großer Parkplatz errichtet. Am Pförtnerhäusschen sind die 8 $ Eintrittsgeld fällig, dann fährt man auf den zugewiesenen Parkplatz für RV’s. Durch einen kleinen Park ein paar Stufen hinauf, gelangen wir an den Anfang einer Allee. Die weißen Säulen links und rechts nennen die US Bundesstaaten in alphabetischer Order und wann sie dem Staatenbund beigetreten sind. Hier lernen Olli und ich, dass Delaware der erste US-Bundesstaat war. Am Ende dieser Allee befindet sich die Aussichtsterrasse und man steht unmittelbar vor den vier Köpfen der berühmten Präsidenten – Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln. Weiter unten befindet sich das Visitor Center. Hier werden Filme über den Bau des Memorials gezeigt oder auch über die Artenvielfalt der Black Hills. Vor dem Visitor Center ist eine Art Amphitheater, wo sich die Besucher allabendlich eine Show ansehen können.

Eigentlich wollten Olli und ich von hier wieder in den Custer State Park, um den dritten Highway des Parks zu befahren. Leider ist es schon zu dunkel und die Strecke ist nicht einfach. Dieser Highway nennt sich „Pigtail Highway“, denn die Straßen sind teilweise wie Schweineschwänze gebaut, heißt, sie winden sich kreisförmig nach unten oder oben. Wir entscheiden, nach Norden und damit nach Rapid City zu fahren. Wie so oft finden wir auf dem WalMart Parkplatz einen Schlafplatz.

Am Samstag fahren wir nach dem üblichen Programm zuerst zum Visitor Center. Hier erkundigen wir uns noch einmal verbindlich über die Höhen der Tunnel, die es auf dem Needles Highway zu durchfahren gilt. Das soll nämlich für heute unsere Strecke sein. Dieser Highway ist ca. 14 Meilen lang und führt durch Birken und Nadelwald immer wieder durchbrochen von hohen Granitfelsen – „The Needles“. Er wurde 1922 erschlossen. Ganz am Anfang der Strecke stehen noch einmal die Tunnelhöhen und diese Angaben sagen etwas anderes, als der Park Guide kurz zuvor. Egal, wir wagen es, in der Hoffnung vor einem zu niedrigen Tunnel umdrehen zu können.

Wir fahren verschlungene Straßen bergauf bergab, sehen Rehe, kleine Flüsse und immer wieder Granitfelsen. Manche sind schon über zwei Milliarden Jahre alt, die ältesten in Nordamerika. Dann kommen wir zum ersten Tunnel. Dieser wirkt klein, aber wir passen problemlos durch. Das Schild am zweiten Tunnel sagt, wir haben 1 Inch in der Breite und 4 Inch in der Höhe Platz. Also, nichts wie rein. Es ist wirklich ein Meisterstück, wie Olli uns durch dieses Tunnelchen manövriert ohne irgendwo anzuecken. Auf der anderen Seite bildet sich bereits eine Zuschauertraube. Dann ist es geschafft und wir stehen zwischen riesigen Granitblöcken. Einer davon wird „The Needles Eye“ (Nadelöhr) genannt, da er oben ein durch Wind, Regen und Frost geschaffenes Loch hat. Weiter geht es über windige Straßen und durch bizarre Steinformationen. Dann erreichen wir das Ende des Highways.

Da bald die Dämmerung einsetzt, beschließen wir noch den „Wildlife Loop“ im Süden des Parks zu befahren. Gut so, denn das ist die Zeit der Tiere. Gleich am Beginn der Strecke sehen wir mehrere Rehe und Hirsche und dann eine ganze Büffelherde. Die latschen einfach so über und auf der Straße herum. Große Bullen mit riesigen Köpfen und kleine hellbraune Büffelbabies. Diese Tiere sind wirklich beeindruckend und wir knipsen, was das Zeug hält. Man kann sowieso nicht weiterfahren, da die Bisons die gesamte Fahrbahn blockieren und in beide Richtung Staus verursachen.

Als es dann dunkel ist, versuchen wir einen Platz zum Schlafen zu finden. Dabei schrecken wir einen kleinen Esel auf, der im Straßengraben schlafen wollte. Da man überhaupt nichts mehr von der Umgebung sehen kann, fahren wir doch zurück zu einem der Campingplätze – diesmal ist es Grace Coolidge Campground, auch direkt an einem kleinen Bach und umgeben von bewaldeten Hügeln. Der Ranger wohnt auch in einem Camper auf dem Platz und kommt am nächsten Morgen zu uns, um abzukassieren. Unser heutiges Programm beginnt noch einmal mit dem Wildlife Loop, diesmal bei Helligkeit. Wir sehen wieder sehr viele Bisons und auch die berühmten Burros, die Esel, die ihre Köpfe in die Autos stecken, um etwas zu naschen zu bekommen. Bei der ..Lodge machen wir eine Mittags- bzw. Kaffeepause an einem der Picknicktische in einem kleinen Waldstück. Dann fahren wir in westliche Richtung aus dem Custer State Park heraus, um die indianische Steinskulptur des Indianerhäuptlings Crazy Horse zu sehen. Man hat uns gesagt, wenn man die 89 in nördliche Richtung fährt, kommt man direkt daran vorbei und sieht sie von der Straße. Das Crazy Horse Memorial ist eine riesige Skulptur, die sich seit nunmehr genau 60 Jahren im Bau befindet. Das Memorial ist dem Lakota Indianer Crazy Horse gewidmet und wird sukzessive aus dem Granit der Black Hills gesprengt. 1939 wurde der Bildhauer Korczak Ziolkowski hierfür vom damaligen Häuptling der Sioux Standing Bear eingeladen. 1948 begann Ziolkowski dann mit dem Arbeit und lehnte damals schon stattliche Hilfsmittel ab. Auch heute noch wird der Bau des Memorials ausschließlich durch eine gemeinnützige Stiftung finanziert. Gelder kommen durch den Eintritt zum Memorial und durch die Erlöse aus dem Indianermuseum in der Nähe des Monuments. 1982 starb Ziolkowski und seitdem wird seine Arbeit durch seine Familie weitergeführt. Bis jetzt ist lediglich das Gesicht fertig gestellt.

Viele Indianer stehen dem Projekt kritisch gegenüber, da es für sie eine Entweihung der heiligen Black Hills bedeutet und weisen außerdem darauf hin, dass Crazy Horse sich nie fotografieren ließ, weil er nicht abgebildet werden wollte. Wenn diese Skulptur irgendwann einmal fertig sein wird, passen alle vier Präsidentenköpfe in den Kopf des Pferdes auf dem Crazy Horse sitzt. Das heißt bei Fertigstellung ist sie dann fast 200 m lang und ca. 170 m hoch.

Von Norden nähern wir uns nun Mount Rushmore und dem Mount Rushmore Memorial. Ich war schon einmal hier und weiß, dass man beim Anblick der vier Köpfe leicht enttäuscht sein kann, da von den Amies immer so ein Rummel darum gemacht wird. Vor dem Memorial wurde ein großer Parkplatz errichtet. Am Förtnerhäusschen muss man 8 $ abdrücken, dann fährt man auf den zugewiesenen Parkplatz für RV’s. Durch einen kleinen Park ein paar Stufen hinauf, gelangt man an den Anfang einer Allee. Die weißen Säulen links und rechts nennen die US Bundesstaaten in alphabetischer Order und wann sie dem Staatenbund beigetreten sind. Hier lernen Olli und ich, dass Delaware der erste US-Bundesstaat war. Am Ende dieser Allee befindet sich die Aussichtsterrasse und man steht unmittelbar vor den vier Köpfen der berühmten Präsidenten – Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln. Weiter unten befindet sich das Visitor Center. Hier werden Filme über den Bau des Memorials gezeigt oder auch über die Artenvielfalt der Black Hills. Vor dem Visitor Center gelangt man in eine Art Amphitheater, wo sich die Besucher allabendlich eine Show ansehen können.

Eigentlich wollten Olli und ich von hier wieder in den Custer State Park, um den dritten Highway des Parks zu befahren. Leider ist es schon zu dunkel und die Strecke ist nicht einfach. Dieser Highway nennt sich „Pigtail Highway“, denn die Straßen sind teilweise wie Schweineschwänze gebaut, heisst, sie winden sich kreisförmig nach unten oder oben. Wir entscheiden, nach Norden und damit nach Rapid City zu fahren. Wie so oft finden wir auf dem WalMart Parkplatz einen Schlafplatz.