Las Vegas – 07. bis 10. Dezember 2008

Die Interstate 15 führt durch riesige Canyons und die Landschaft ist sehr schön, aber bald wird die Gegend flach und eintönig. Wir erreichen die Stadt der Casinos kurz nach Einbruch der Dunkelheit, ein Lichtermeer, auf das wir uns zu bewegen. Zuerst halten wir bei einem FlyingJ, wo man sich eventuell auch nachts hinstellen könnte und machen dann eine Nachtrundfahrt über den Strip (Las Vegas Boulevard). Unglaublich was hier errichtet wurde, eine Glimmerwelt für Erwachsene. Riesige thematisierte Hotels und Casinos, eingebettet in Unmengen von bunten Lichtern und Reklametafeln. Wir schauen auch gleich mal, wo der KOA RV Park ist, den uns die Schweizer empfohlen hatten. Er liegt relativ zentral, gleich beim Circus Circus Hotel/Casino. Hier wollen wir dann morgen hin. Obwohl es vor dem KOA einen kleinen Parkplatz gibt, auf dem einige wenige Wohnmobile stehen, ist uns die Sache zu riskant und wir fahren zurück zum FlyingJ und verbringen die Nacht zwischen den LKWs.

Mittags sind wir zurück am KOA bzw. auf dem kleinen Parkplatz davor. Laut Aussage der anderen Wohnmobilisten, die hier stehen, kostet ein Zimmer im Circus Circus weniger, als ein Stellplatz auf dem KOA. Kurzerhand nehmen wir uns also ein Zimmer für zwei Nächte (29 $/Nacht inkl. ADAC Rabatt) in diesem großen, schon etwas älterem Hotel. Bevor wir aber einziehen, fahren wir noch einmal Richtung Downtown und suchen uns einen WiFi Zugang, denn das würde im Hotel noch einmal 11 $ extra kosten. Nach 4 Stunden Update an der Webpage geht es zurück ins Hotel. Das Zimmer ist groß und die heiße Dusche herrlich. Abends um 8 Uhr rappeln wir uns wieder auf und gehen zum Buffet des Hotels (13,50 $). Das Angebot ist ausreichend, aber nur mäßig qualitativ. Mit vollgeschlagenem Bauch laufen wir ca. 1 Meile den Las Vegas Boulevard hinunter. Wir passieren das Wynns, einen sehr noblen Hotel- und Casinokomplex, wo die „Lake of Dreams“-Show stattfindet. In der Bar, mit direktem Blick auf diesen See sitzen wir auf bequemen Dedon-Liegen unter einem Heizstrahler. Der künstlich angelegte See ist umrahmt von hohen Bäumen, in der Mitte gibt es eine große Leinwand, über die ein künstlicher Wasserfall regnet. Alles wird von verschiedenen Lichtern angestrahlt. Aus dem Wasser ragt eine Skulptur mit Blick zur Leinwand, das sieht irre aus. Die Show entpuppt sich allerdings als Reinfall. Es handelt sich jeweils um ein Lied, das erste singt ein riesiger Frosch über der Leinwand, beim zweiten läuft ein Video auf der Leinwand. Es ist zwar alles schön bunt, aber nicht den Drink wert, den wir uns hier gegönnt haben – Wodka für 9 $ (on the rocks plus 2,5 $). Wir machen uns auf und gehen zum Venetian und Treasure Island, doch die Show, die hier normalerweise stattfindet, fällt wegen Instandhaltungsarbeiten aus. Das ist schade, denn die ist wirklich spektakulär. Zurück im Circus Circus, verzocken wir ganze 10 $ und dann fallen wir todmüde in unsere Betten.

Am nächsten Morgen frühstücken wir gemeinsam im Camper und gehen anschließend in die Stadt. Olli erwirbt Weihnachtsgeschenke und auf dem Rückweg zu unserem Zimmer erwerbe ich 40 $ Spielgewinn an einem der Automaten. Diese Dinger sind aber auch zu verlockend. Wieder auf der Straße, kaufen wir ein Busticket, welches 24 Stunden (5 $) gültig ist und fahren fast bis zum Ende des Strips. Hier bestaunen wir die Casinos New York und Excalibur, wo wir auch gleich wieder ein Dinner-Buffet aufsuchen. Dieses ist richtig gut, kostet aber auch 20 $ pro Person. Unser nächster Stopp ist beim Bellagio (Ocean’s 11), denn hier findet alle 15 min eine Wasserspiel-Show vor dem Hotel statt. Das ganze wird mit Musik untermalt und ist beeindruckend schön. Zwei davon schauen wir uns an und schlendern dann gemütlich durch Cesar Palace, einen riesigen Hotel/Casino Komplex mit wunderschönen Skulpturen, Brunnen und Häuserzeilen in den Einkaufsforen. Im Flamingo Casino werden wir Clubmitglied und bekommen dafür jeweils einen 50 $ Gutschein, den wir sogleich verzocken. Nebenbei gibt es Freigetränke. Mit dem Bus geht es zurück ins Hotel, wo wir gegen 1 Uhr ins Bett fallen.

Um 11 Uhr ist Check out, aber wir sitzen schon halb 11 im Camper und frühstücken. Dann fahren wir noch einmal mit dem Bus zum Venetian Hotel und Casino, um Fotos zu machen. Hier haben sich die Baumeister auch etwas einfallen lassen. Neben dem Campanile und der Seufzer-Brücke gibt es sogar einen mit blauem Wasser gefüllten Kanal, welcher vor und durch das Casino führt. Auf diesem kann man, wie in Venedig mit Gondeln entlangfahren. Auch von innen ist das Gebäude ein Palast. Wir landen hier in der Fotogalerie von Peter Lik, der wunderbare Naturbilder macht. Die Bilder sind nicht digital nachbearbeitet, unglaublich schön und kosten ein Vermögen. Am Nachmittag verlassen wir Las Vegas und fahren zurück nach Kingman, wo wir noch einmal unsere Bremsen überarbeiten lassen werden.