Panama – 20. April bis 4. Mai 2010

Dienstagmorgen verlassen wir unseren heißen Stellplatz am Strand, wo es jetzt schon wieder 30 Grad sind, kurz vor 9 Uhr. Die relativ gerade Straße bringt uns innerhalb von 2 Stunden bis zur Grenze nach Panama. Wo sie wieder zur Panamericana wird, häufen sich die Schlaglöcher. An der Grenze winkt uns ein junger Mann zum Parken links heran. Natürlich ist er ein Schlepper, doch diesmal lassen wir uns darauf ein. Zuerst werden also unsere Pässe ausgestempelt und am Schalter nebenan das Auto aus Ollis Pass. Dann fahren wir ca. 150 m, um rechter Hand schnell noch unsere Postkarten einzuwerfen. Kaum zu glauben, dass wir so ein Glück haben, das ist der erste Grenzort mit einem Postamt, welches ohne große Sucherei zugänglich ist. Jetzt sind es noch mal 100 m und wieder auf die linke Seite. Der Schlepper hängt die ganze Zeit an Ollis Seitenfenster und lenkt uns dort auf den nächsten freien Parkplatz. Nun muss ich mich in eine ca. 20 m lange Schlange stellen, während Olli gemeinsam mit dem kleinen Schlepper eine Autoversicherung (15 $) auftreibt. Ich lerne auch gleich einen netten Typen aus Panama kennen, der sehr gut Englisch spricht. Wir unterhalten uns die ganze halbe Stunde, in der ich auf Ollis Rückkehr und das Vorankommen bis zum Schalter warte. Es dauert furchtbar lange, bis Olli wieder da ist, so dass ich inzwischen schon mindestens 8 Leute vorgelassen habe. Als er endlich wiederkommt, ist die Schlange ganz und gar verschwunden und wir sind gleich dran. Anschließend geht es nach oben, wo eine telefonierende Dame nebenbei einen Stempel auf unser Versicherungspapier presst. Nun gehen wir wieder runter und an einen anderen Schalter, um das Auto einzuführen. Wieder müssen wir warten, doch dann haben wir alle Papiere zusammen. Mit zwei ausgefüllten kleinen Formularen müssen wir durch das runde Zollgebäude und der Zollmann kommt auch gleich mit raus, um unser Auto zu inspizieren. Er schaut kurz vorne herein und hinten auch, macht seinen Willi auf das Autoimportpapier und dann sind wir fertig. 3 $ müssen wir für die Fumigation (Desinfektion) zahlen, durch die wir dann nach Panama hineinrollen. Die Zeit wurde eine Stunde nach vorne gestellt, so reisen wir kurz nach 15 Uhr in unser letztes mittelamerikanisches Land ein.

Die relativ neue Straße mit Seitenplanken und Busbuchten führt uns durch flache grüne Landschaften und kleinere Ortschaften. In David müssen wir links nach Boquete ab, doch hier machen wir erst einmal an einem riesigen Supermarkt und einer Bank halt. In Panama gibt es nur Dollar als Geldscheine. Wir schlendern durch den amerikanisch gut sortierten Laden und kaufen einige Leckereien, die hier übrigens billiger, als in Costa Rica sind. Als wir wieder draußen am Auto alles verstaut haben, werden wir von einem deutschen Pärchen angesprochen, die schon länger in Panama leben. Sie führen unten am Playa Las Lajas eine Bar und Restaurant und laden uns ein, dort vorbei zu schauen. Vom Supermarkt geht es nun nach Norden und in den kleinen Ort Boquete. Dieser ist überschwemmt von US-Amerikanern und anderen Ausländer, denn nicht nur die Gegend ist ein Traum sondern auch das Klima. Boquete liegt auf 1086 m. Auf dem Weg dorthin kommen wir in starken Regen, der Gott sei dank, bald wieder nachlässt. Im Ort fragen wir nach dem Weg zum Nationalpark Vulkan Barú (3477m und damit der höchste Panamas), in dem es den schönsten Wanderweg Panamas geben soll und wo wir hoffen, den seltenen Göttervogel Quetzal anzutreffen. Die gut gemalte Skizze eines Kellners führt uns an unser Ziel. Die Fahrt dorthin durch die Dämmerung ist wunderbar. Alles ist in ein unwirkliches rosafarbenes Licht getaucht, welches die enormen Felswände, die alten Bäume und die Wolken zum Strahlen bringt. Wir folgen einem rauschenden Fluss, sehen Indianerfrauen in ihren bunten Trachten und saugen die frische Luft ein. Die Straße ist schmal, aber mit viel Geschick rangiert uns Olli an den wenigen Autos, die von oben kommen, vorbei. Auf dem letzten Stück geht es steil um die engen Kurven und unser Camper knarrt und quietscht sich munter einen ab, während wir angespannt im Auto sitzen. Doch dann haben wir es geschafft und stehen vorm Eingang des Nationalparks. Hier steht ein gelbes Haus im europäischen Stil zwischen riesigen Bäumen. Da der Parkplatz für uns zu klein ist, bleiben wir neben der Strasse stehen. Es ist nun schon dunkel und wir haben das Gefühl, in einem Märchenwald gelandet zu sein. Es wimmelt nur so von Glühwürmchen und aus allen Richtungen ertönen kleine Glöckchen. Wir haben keine Ahnung, was dieses mystische Geräusch verursacht und genießen einfach nur den verzauberten Augenblick bis wir uns in den Camper verziehen.

Nach einer wunderbar kühlen, stillen und sehr dunklen Nacht, stehen wir schon um 7 Uhr auf, frühstücken und machen uns dann mit Regenjacken, Wasser und Kamera auf den Weg zum ‚Sendero los Quetzales’. Bergauf und bergab geht es erst über eine Art Off-Road-Straße, durch den hoch liegenden Nebelwald. Die Gegend ist traumhaft, hohe Berge, riesige alte Bäume, grüne Wiesen. Als ich mir gerade die Regenjacke über den Kopf ziehe, weil es doch zu warm ist, schreit Olli plötzlich auf. Er hat gerade einen Quetzal über uns wegfliegen sehen. Er hat ihn zwar nur kurz gesehen, aber das auffällig bunte Federkleid und die langen Schwanzfedern gehören nun mal zum Göttervogel. Wir schauen noch eine Weile in das grüne Blättergewirr neben uns, doch können nichts mehr entdecken. Wie schade! Weiter geht es. Über kleine Brücken überqueren wir glasklare Sturzbäche, die aus den Bergen kommen. Nach ca. 4 km erreichen wir dann erst den eigentlichen Wanderweg, der nun an einem Fluss entlangführt und schließlich darüber. Nachdem wir hier noch einmal ca. 1,5 km zurückgelegt haben, drehen wir um. Inzwischen hat es sich auch zugezogen und statt einem blauen ist nur noch ein grauer Himmel zu sehen. Einen Quetzal haben wir allerdings nicht mehr entdeckt, obwohl wir die Bäume regelrecht abgescannt haben. Ich bin ganz traurig. Als wir an die Stelle zurückkommen, an der Olli zuvor den Quetzal gesehen hatte, schaue ich noch einmal angestrengt ins Grün. Und plötzlich sehe ich einen Vogel. Er ist nicht grün, wie die Blätter sondern eher türkis und eigentlich gar nicht so unauffällig in den Bäumen. Zuerst glaube ich noch gar nicht, dass dort der seltene Vogel sitzt, doch ein Bild mit der Kamera herangezoomt, bringt schnell den Beweis. Ich kann mein Glück kaum fassen. Ganze 10 min sitzt er dort für eine Fotoserie und erst als Olli zurückkommt, denn er war schon weitergegangen, fliegt er auf und davon. Nun sieht man sein wunderhübsch buntes Federkleid. Von oben ist er türkis, grün und blau und von unten dann rot und weiß. Einige seiner Schwanzfedern sind dreimal so lang, wie der ganze Vogel und natürlich handelt es sich bei diesen herausgeputzten Exemplaren um die Männchen. Die Weibchen sind unauffällig braun. Ganz glücklich gehen wir zurück zum Camper. Hier zahlen wir den Parkeintritt von 5 Dollar pro Person und treffen zwei Reisende, die mit dem Fahrrad nach Argentinien wollen. Wir nehmen sie mit zurück in den Ort Boquete. Unterwegs halten wir noch einmal an den erstarrten Basaltsäulen, den berühmten ‚Ladrillos’.

In Boquete erxykundigen wir uns nach dem Weg zu den „Paradise Gardens“ (http://www.paradisegardenspanama.com/). Das ist eine Tierauffangstation, von der schon unsere Schweizer Freunde, die Troopys geschwärmt haben. Hier kann man nicht nur die verschiedensten Tiere sehen sondern mit dem Eintrittsgeld auch noch etwas Gutes für sie tun. Leider gibt es zurzeit keine Faultiere. Die hätte ich so gerne einmal gesehen. Doch es gibt eine Unzahl an Vögeln, vor allem große Aras und Kakadus, kleine flinke und wirklich übel riechende Tamarine (http://de.wikipedia.org/wiki/Tamarine) als auch Kapuzineraffen. Sogar ein kleines Jaguarundibaby (http://de.wikipedia.org/wiki/Jaguarundi) haben sie, welches kaum auf seinen eigenen Pfötchen stehen kann. Das Highlight jedoch ist Manola, das Kapuzineraffenbaby. Er krabbelt auf meinen Schultern herum, schmiegt sich immer wieder an und nuckelt an meinen Fingern. Das er dabei seine Blase auf meinen Sachen entleert, ist die Sache wert, denn der Babyurin riecht nicht. Immer wieder erstaunlich, wie menschenähnlich Affen sind, wie perfekt geformt und weich die kleinen Hände. Der Süße will mich am Schluss gar nicht mehr loslassen. Wir checken hier noch unsere Mails und unterhalten uns mit den Volontären, die hier arbeiten. Gleich gegenüber sehen wir die Werbung für ein deutsches Kaffee und beschließen spontan, dort noch vorbei zu schauen. Erika und Roland, die seit fast eineinhalb Jahren hier leckeren Kuchen und frisches Brot anbieten, kommen ursprünglich aus Potsdam und laden uns auf einen Kaffee ein. Zurück im Auto fahren wir nach Süden der Hitze entgegen. Eine nigelnagelneue Autobahn bringt uns von David nach Las Lajas und von dort geht es eine schmale einsame Straße zum Strand. Die Bar „El Mundo“ (www.el-mundo-bar.com) ist schon durch große Schilder angekündigt, und von weitem ist das meterhohe Rancho zu sehen. Nach einem Begrüßungsbier mit Simone und Dirk richten wir den Camper aus, der hier direkt am Strand stehen kann. Leider ist die frische Brise vom Meer bald eingeschlafen und es bleibt drückend, doch da wir erst sehr spät und nach einigen Cocktails und Bieren ins Bett kommen, kühlen wir vorher noch ein bisschen ab.

Zwei Tage verbringen wir an diesem wirklich wunderschönen Strand. Es ist kaum ein Mensch zu sehen und wir nutzen die kühleren Nachmittage für Kilometerlange Spaziergänge. Tagsüber lässt es sich gut unter dem großen Rancho des Restaurants aushalten. Als Reisender ohne Camper kann man sogar im oberen Stockwerk ein Bett mieten. Verpflegt wird man dabei von Simones guter Küche. Sogar Kino steht auf dem Programm, denn Dirk hat seine Technikausrüstung aus Deutschland mitgebracht. So schauen wir einen Abend die apokalyptische Version Emmerichs über die Mayaprophezeiung der Maja. Dann müssen wir uns verabschieden, denn wir wollen ja weiter. Unser nächstes Ziel ist ‚El Valle de Anton’, welches abermals in den Bergen liegt. Das Bergdorf liegt in der Provinz Coclé im Krater eines erloschenen Vulkans. Hier herrschen hervorragende Bedingungen für die Landwirtschaft und von Obstbäumen über Blumen bis zu verschiedenen Gemüse wird hier auch alles angebaut. Es ist mal wieder bereits dunkel, als wir auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz durch die menschenleeren Strassen der Wohngebiete kurven. Wohngebiet in El Valle bedeutet gigantische Gärten, toll gepflegt, mit wunderschönen Häusern oder sogar Villen. In der Sackgasse zum Eingang der heißen Quellen ‚Pozos Termales’ finden wir dann unseren Platz und verleben eine sehr angenehm ruhige Nacht.

Eigentlich wollten wir am nächsten Morgen in die heißen Quellen, doch heute am Sonntag, sind es uns einfach zu viele Gäste. Stattdessen fahren wir auf den Markt, welcher immer sonntags stattfindet. Hier werden die verschiedensten Souvenirs angeboten, doch auch Obst, Gemüse und Pflanzen. Wir finden auch wieder die Kuna-Indianer, deren Frauen in schönen Trachten und Nasenringen verziert ihre Ware anbieten. Von weitem sehen wir den berühmten Berg ‚India Dormida’, so benannt weil seine Form an ein schlafendes Mädchen erinnert. Als wir wieder im Auto sitzen werden wir von einem ehemaligen Kapitän aus Deutschland angesprochen, der hier in El Valle ein Hotel und Restaurant besitzt. Er lädt uns auch gleich dorthin ein und bietet uns einen Stellplatz an. Das Angebot nehmen wir natürlich gerne an, doch zuvor machen wir uns noch auf zum Hotel Campestre, so man auf einem kurzen Wanderweg zu den quadratischen Bäumen gelangt. Auch einen selten gewordene „Rana Dorada“ (goldenen Frosch) bestaunen wir hier, allerdings im Terrarium. Am Hotel ‚Los Capitanes’ verbringen wir die nächsten zwei Tage und nutzen hier nicht nur ausgiebig das Internet und das gute Essen, sondern lernen auch Jack aus den USA kennen, der bereits seit sechs Jahren in Kolumbien lebt. Bevor wir El Valle wieder verlassen, besuchen wir dann doch noch die heißen Quellen und genießen dort nicht nur das Mineralhaltige Wasser sondern auch eine Lehmmaske, die unsere Haut unglaublich glatt macht.

Danach verlassen wir den kühlen Ort und fahren die Küste entlang nach Panama City. Hinter einer der größten Eisenbrücke der Welt, die über das untere Ende des Panamakanals führt, biegen wir auf den Amador Causeway ab. Der künstlich als Wellenbrecher angelegte Damm verbindet die drei kleinen Inseln, Noas, Perico und Flamenco mit dem Festland. Das Material dafür wurde aus dem heutigen Panamakanal herangeschafft. Die gesamte Gegend ist eher ein Ausflugsziel für Wochenendler, denn hier gibt es außer einem tollen Blick auf Panamas Skyline, viel Natur, Restaurants und große Parkplätze. Letzteres kommt natürlich den Autoreisenden zugute. Wenn es nur nicht so heiß wäre. Doch die nette Besitzerin des Fahrradverleihs erlaubt uns, ihre Steckdose zu benutzen, so dass wir unseren Ventilator betreiben können. Von hier aus organisieren wir unsere Verschiffung nach Kolumbien, die leider durch die fehlende Strasse durch das Darién Gap 2q3wnotwendig ist. In Darién endet nämlich die Panamericana in Morast, Dickicht, dichtem Dschungel der außer Malaria und Gelbfieber nur Trampelpfade für die Chocó-Indianer und Drogenschmuggler bietet. Dieser wilde Westen Panamas übt auf Abenteurer eine ungemeine Anziehungskraft aus, doch wir bevorzugen dann eher doch die etwas gediegenere Art des Reisens. Mehr dazu unter „Verschiffung Panama – Kolumbien“.

Doch auch Ausflüge stehen auf dem Programm. Natürlich besichtigen wir den berühmten Panamakanal (http://de.wikipedia.org/wiki/Panamakanal). Dazu fahren wir zu den Miraflores Locks, eine der unteren Schleusen des Kanals. Der Eintritt kostet 8 $ und dafür bekommt man die Aussicht auf die Schleusen von mehreren Stockwerken, ein Rundgang durch das interessante 4-stöckige Museum und einen kurzen Film über den Bau des Kanal geboten. Wir schlendern durch das Museum, schauen kurz bei einer Durchfahrt eines Segelbootes zu, doch verlassen dann die Locks wieder und fahren stattdessen in die klimatisierte Albrock Mall. Das ist ein gigantisches Einkaufszentrum, wo wir nach diversem elektronischem Zubehör suchen. Doch leider finden wir nicht das, was wir wollen oder benötigen und so begnügen wir uns mit dem leckeren Essen, bevor es zurück zu den Miraflores-Locks geht. Jetzt am Nachmittag können wir endlich die großen Containerschiffe sehen, die kaum in die Schleusenbecken hineinpassen. Es ist schon ein gewaltiges Schauspiel, wie die Haushohen Schiffe an einem Zentimeter für Zentimeter vorbei gleiten. Im Film erfahren wir, dass ein großes Containerschiff bis zu 240.000 $ für die Passage hinlegen muss. Auf dem Rückweg müssen wir leider feststellen, dass unser Propangas aufgebraucht ist. Eigentlich hatten wir geplant, dass es noch bis zur Verschiffung reicht, denn dort sollten die Gasflaschen eh leer sein, doch unser Gas hat von dem Plan anscheinend nichts gewusst. Und so bereiten wir unsere letzte Mahlzeit mit allem was der Kühlschrank noch bietet auf dem Grill zu.

Einen weiteren schönen heißen Tag nutzen wir und fahren mit geliehenen Fahrrädern – die allerdings elektrisch angetrieben werden – den gesamten Amador herunter. Die gesamte Strecke kann man auf einem schön breiten Fahrradweg zurücklegen, links und rechts vom Wasser gesäumt. Wir besuchen das Punta Culebra Nature Center vom Smithsonian Institute. Wir lernen etwas über die Fische und sonstigen Lebewesen in den panamenischen Gewässern und sehen Schildkröten und Haie, betasten Seesterne und Seegurken und entdecken endlich auch Faultiere in den Bäumen. Weiter geht es auf unseren schnellen Rädern bis ans Ende des Causeways. Hier befinden sich der große Yachthafen und ein Duty Free Shop, doch wir gehen nicht rein sondern fahren lieber noch ein bisschen herum. Das macht nämlich richtig Spaß mit den kleinen Flitzern. Zurück beim Camper geben wir die Räder wieder ab und ergattern ein Taxi, welches uns ins Casco Viejo bringt, eines der sehenswertesten Stadtviertel Panama City’s. Die Kirche, San Jose, die wir eigentlich besichtigen wollten, hat leider zu. Drinnen steht ein riesiger goldener Altar, der damals nur vor dem bösen Piraten Henry Moore gerettet werden konnte, weil ihn ein gewiefter Priester schwarz übermalte. Wir schlendern durch die engen Gassen in kolonialer Architektur, doch es ist super heiß zwischen den dicken Mauern. Viele Häuser bestehen nur noch aus Wandgerüsten ohne Dächer, in denen sich die bunte Vielfalt der Natur breit machen dar, doch es wurde und wird auch viel restauriert. Wir beobachten die schwarze Bevölkerung am Strand Baseball spielen, die Kinder springen ins braune Wasser und auf dem Sand tummeln sich nicht nur Menschen sondern auch jede Menge Müll. Doch das scheint den Leuten hier nichts auszumachen, sie haben viel Spaß. Wir gehen weiter zwischen den einzelnen Parks hin und her, landen auf einem Trödelmarkt, beobachten die Indianerfrauen in ihren wirklich tollen Trachten und genehmigen uns einen erfrischenden Drink in einer der Bars an der Kathedrale. Anschließend fahren wir noch einmal in die große Mall und erleben endlich mal wieder Kino in 3D.

Den letzten Tag in Panama City bereiten wir uns auf die Abreise nach Kolumbien vor. Wir verstauen alles aus dem Auto in den Camper, die Klimaanlage kommt vom Dach und das dadurch entstandene Loch sowie die Dachluke werden durch Bretter verbarrikadiert. Wir fahren unser Auto zum Hafen nach Colon, geben es dort ab und reisen mit dem Bus zurück in die Hauptstadt. Abends gegen halb 10 Uhr geht dann unser Flug mit einer kleinen Propellermaschine nach Cartagena, Kolumbien. Nach 22 Monaten Nord- und Mittelamerika und über 55.000 gefahrenen Kilometern freuen wir uns jetzt riesig auf den südlichen Teil des amerikanischen Kontinents.