Kolumbien Teil 1 – 4. Mai bis 31. Mai 2010

Wie bereits im Panamabericht erwähnt, reisen wir per Propellerflugzeug in der Nacht vom 4. Mai nach Kolumbien ein. In das Land, welches wir ursprünglich gar nicht wollten. Doch aufgrund der vielen positiven Erfahrungen anderer Reisender und nicht zuletzt wegen der einfachen Verschiffung nach Cartagena, hatten wir uns doch um entschieden. Wir landen also mitten in der Nacht auf einem menschenleeren kleinen Flughafen und lassen uns von einem der kleinen gelben Taxen in die Stadt fahren, die bereits 1533 von Pedro de Heredia gegründet wurde. Bereits vorab hatten wir mit dem Casa Viena, einem stadtbekannten Hostel, Kontakt aufgenommen. Als wir dort eintrudeln, erkennen wir gleich, dass das kleine Hotel völlig überlaufen ist. Wir werden einige hundert Meter weiter die Strasse runter geschickt, wo wir im ruhigen ‚Hotel Familiar’ einchecken. Das Zimmer hier ist genauso riesig wie das Bad und verfügt über einen lebensnotwendigen Ventilator – denn Cartagena ist ein heißes Pflaster! Kein Fernseher und auch kein Fenster zur Strasse und so verschlafen wir den nächsten Morgen aufgrund der Dunkelheit im Raum. Nach einem guten Frühstück besichtigen wir die Altstadt von Cartagena, die als die schönste Kolonialstadt Kolumbiens gilt. Bei der Gelegenheit durchstöbern wir auch gleich alle Buchläden nach Kartenmaterial bzw. Reiseführern, doch entdecken diesbezüglich rein gar nichts. Allerdings lernen wir die beiden sehr netten Norweger Stine und Ivar kennen, mit denen wir mehrere Stunden in einem Café verbringen. Auch den nächsten Tag beginnen wir erst mittags, gehen anschließend wieder in die Altstadt, da wir uns auch um die obligatorische Versicherung für das Auto kümmern müssen. Leider bekommen wir diese nur mit dem entsprechenden Importpapier vom Zoll, soll heißen nach der Auslösung unseres Autos aus dem Hafen.

Dieses gehen wir dann am nächsten Tag an. Morgens erfahren wir telefonisch von Evelyn Batista in Panama City, dass unser Schiff letzte Nacht eingelaufen ist und gerade entladen wird. Wir können also loslegen. Den ganzen Tag verbringen wir zwischen klimatisierten Büros und Warteräumen, ergattern Dokumente und Unterschriften und haben am Ende des Tages leider noch nicht unser Auto ‚befreit’. Man verspricht uns aber, gleich Samstag früh wieder zusammen zu kommen und wirklich, Samstagmittag fahren wir mit unserem geliebten Truck und Camper vom Hafengelände. Beide haben die Überfahrt gut überstanden und werden jetzt von uns auf einem vorab ausgesuchten 24-Stunden Parkplatz zwischengelagert. All das was vorher abgebaut wurde, muss nun wieder dran und sämtliche Sachen wieder von hinten nach vorne geräumt werden. Abends sind wir mit unserer Leistung sehr zufrieden und genehmigen uns ein paar leckere Bratspieße vom Grill auf dem Nachhauseweg. Olli bringt am nächsten Tag noch die Jacks am Camper an. Gleich am Montag schließen wir dann die Versicherung ab, besichtigen noch das ‚Castillo de San Felipe’ sowie die ‚Zapatos Viejos’, holen einen riesigen Wäscheberg von der Lavandaria und gehen dann mit Sack und Pack zum Auto. Nachdem wir am Rande von Cartagena noch Propangas aufgefüllt haben, verlassen wir die hübsch bunte Stadt endgültig und fahren nach Norden. Über Barranquilla, fahren wir nach Santa Marta, welches wir in der Dämmerung erreichen. Hier füllen wir beim Carrefour den Kühlschrank auf und wollen auch gleich an der großen Mall übernachten, als ein Auto neben uns hält. Wir lernen Mike aus Deutschland und Maria aus Kolumbien kennen. Beide sprechen deutsch und führen seit einiger Zeit hier in Santa Marta einen Club. Wir bekommen viele Tipps und Hilfe angeboten. Gegen Mitternacht gehen wir dann im vom starken Wind hin und herschaukelnden Auto schlafen.

Von Santa Marta wollen wir zum Nationalpark Tayrona, doch die Strasse dorthin ist dicht. Wahrscheinlich ein Unfall. Spontan fahren wir nach Taganga, einem kleinen Fischerort, mittlerweile allerdings Mekka für Taucher und Backpacker. Der Weg dorthin führt uns durch einen schmutzigen Vorort Santa Martas, doch nachdem wir uns eine schmale Strasse die Berge hinaufgequält haben, sichten wir das wunderbare Blau der Karibik. Taganga liegt eingebettet zwischen Bergen in einer Bucht vor uns. Doch leider entpuppt sich der Touristenort als zu klein für unser Auto. An einem Aussichtspunkt vorm Ort finden wir den idealen Platz zum Frühstücken und nehmen anschließend noch einmal die Fahrt zum Nationalpark in Angriff. Zurück in Santa Marta ist unsere Strasse dann frei. Der kaputte LKW, der den Stau verursachte, liegt immer noch nebenan im Graben. Der Tayrona NP gilt als eines der Highlights Kolumbiens. Er hat zwei Zufahrten und wir versuchen die erste. Doch schon die Eintrittspreise lassen unsere Kinnlade herunterklappen. Umgerechnet 31 € wollen die für uns und das Auto. Und Campen können wir hier schon mal gar nicht, wird uns außerdem noch erklärt, dazu müssen wir den anderen Eingang benutzen. Doch für uns hat es sich aus-genationalparkt. Wir fahren am zweiten Eingang vorbei und finden auf einem Campground am Strand kurz dahinter einen wunderbaren Stellplatz für die nächste Woche. Zwar kann man hier nicht ins Meer springen, denn den hohen Wellen sind nur Surfer gefeit, doch ein Stück den Strand runter gibt es einen breiten Fluss, welcher direkt aus den Bergen ins Meer fließt und hier liegen wir ein fürs andere Mal träge im Wasser. Wir wälzen Reiseliteratur, überlegen sogar kurzzeitig, ob wir kurz nach Venezuela reinschnuppern sollten, verwerfen den Gedanken dann doch wieder. Nach einigen Tagen treffen Karin und Reinhold mit ihrem El Verde Toyota ein. Sie kommen von Süden und haben eine Menge zu berichten, denn sie haben in ihrem Leben schon alle Kontinente bereist. Die gute Stimmung wird leider durch ein schmerzendes Ohr meinerseits getrübt.

Gemeinsam mit dem El Verde Toyota verlassen wir den schönen Strandplatz und machen uns auf zur Wüste Guajira. Deren Bezirkshauptstadt ist Riohacha, wo wir unsere Einkäufe erledigen und auch kurz das Internet nutzen. Von hier geht es auf sandigen Pisten über Pajacho, einem kleinen schmutzigen Dorf an einer wunderschönen türkisen Karibikküste, nach Manaure. Die Guajira Wüste ist keine leere Sandwüste sondern die rote Erde ist von Buschwerk und kleinen Bäumen bewachsen zwischen denen Ziegen, Esel und Pferde Nahrung suchen. Letztere sehen wir mit riesigen Kaktusstacheln am Kopf. Auch Manaure ist von Plastikmüll übersäht. Von hier wollen wir weiter nach Uribia, doch die gepflasterte Strasse dorthin ist durch das Militär gesperrt. Den genauen Grund erfahren wir nicht, nur, dass sie erst am späten Nachmittag wieder freigegeben wird. Gut, wir wollten uns hier eh umschauen und nun sieht es so aus, als würden wir auch die Nacht hier verbringen. Wir fahren erst einmal runter zum Wasser. Schon von weitem blendet uns strahlend weiß ein Salzberg. In Manaure befindet sich die größte Salzsaline des Landes, wahrscheinlich auch der größte Arbeitgeber der ganzen Region. Das Wasser ist herrlich blau und lädt zum Baden ein, Olli tut das auch gleich. Neben einer kleinen Siedlung aus baufälligen Holzhütten entdecken wir unseren Stellplatz. Der Strand ist weiß und fest und der herumliegende Müll ist noch nicht bis hierhin vorgedrungen. Gleich werden wir von den ersten Einheimischen Wayuu begrüßt, neugierig werden es immer mehr und am Ende sitzen wir auf unseren Campingstühlen mit Blick aufs Meer und um uns herum die Einheimischen mit Blick auf uns. In unserer Arroganz und leicht genervt haben wir gedacht, die ganze Aufmerksamkeit gilt uns, doch nein, wir haben uns doch wirklich den Anlegeplatz der Fischerboote als Stellplatz auserwählt. Als diese nun nach und nach eintreffen und der Fisch unter den Dorfbewohnern aufgeteilt ist, zerschlägt sich auch unser Publikum und wir sind für uns.

Nachdem wir ordnungsgemäß unseren Müll in die existierende Mülltonne geworfen haben, verlassen wir Manaure. Die Strasse nach Uribia ist heute wieder geöffnet und innerhalb einer halben Stunde sind wir auch schon im Hauptort der Wayuu. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt tanken wir unsere Autos mit dem preiswerten Benzin aus Venezuela (0,19 Euro / Liter) , welches hier überall am Straßenrand verkauft wird, auf. Unser Weg führt uns nun ins Landesinnere und in die Berge. Hinter Pescadero erreichen wir den berühmten Canon del Chicamocha durch den der gleichnamige Fluss verläuft. Aus dem saftig grünen Tal mit teilweise steilen Bergwänden klettern unsere Autos bis auf 1500 m an den Rand des Canyons hinauf. Obwohl gerade ein starker Regenguss herunter gekommen ist, erleben wir die volle Pracht des Canyons noch in der Dämmerung. Beeindruckend wie die verschiedenen Farbfacetten im Licht der untergehenden Sonne leuchten und der Dunst aus den blau schimmernden Bergen aufsteigt. Beim Parque National Canyon del Chicamocha, den es erst seit 2006 gibt, können wir auf dem Parkplatz übernachten. In der Nacht regnet es erneut, doch am nächsten Morgen erleben wir das Naturwunder noch einmal von seiner schönsten Seite. Es gibt sogar eine Seilbahn. 8 Leute passen in eine der 39 Kabinen, die auf einer Strecke von 6,2 km durch den Canyon schweben. Ein schnieker Polizist erklärt uns einiges zum Canyon, doch auch hier ist uns der Eintritt von knapp 13 € zu viel und so fahren wir nach einem ausgiebigen Fotoshooting weiter. An dieser Stelle möchten wir noch erwähnen, dass die Polizei sowie das Militär in Kolumbien jederzeit sehr zuvorkommend und hilfsbereit uns Touristen gegenüber sind. Die Strecke gen Süden bleibt weiterhin traumhaft. Alles ist saftig grün bewachsen, die Berge sind monumental und es tauchen vermehrt große Bäume behangen mit spanischem Moos auf. Kurz vor San Gil fahren wir auf unseren nächsten Übernachtungsplatz an einem öffentlichen und gepflegten Pool. Leider verträgt mein Ohr das Poolwasser nicht und so beschließen wir am nächsten Tag in San Gil einen Arzt aufzusuchen. Glücklicherweise dauert die Warterei nicht allzu lange, kostet die Behandlung nicht allzu viel und mit ein paar Tabletten und einer Spritze geht es weiter in das verschlafene Bergdorf Barichara.

Schon die Strecke dorthin ist sehr schön und das nicht nur landschaftlich sondern auch wegen der Häuser, die teilweise in einem witzigen Baustil errichtet wurden. Am großen, grünen Zentralplatz des kleinen Kolonialen Ortes stellen wir die Autos ab und erkunden die Stadt zu Fuß. 1714 gegründet, ist Barichara heute Weltkulturerbe. Zu einer Seite steht die wunderschöne Sandsteinkathedrale ‚Inmaculada Concepcion’, die besonders vor dem strahlend blauen Himmel ein tolles Bild bietet. Von innen ist sie mit einem Naturdach und bunten Bodenfliesen auch sehenswert. Im Rathaus Innenhof besichtigen wir das berühmte Denkmal einer Ameise, die hier in der Gegend als Leckerli verzehrt wird, was wir natürlich auch versuchen. Die Häuser sind allesamt weiß getüncht und mit grünen oder blauen Türen und Fensterrahmen versehen. Die Dächer sind aus roten Ziegeln und die Strassen sind mit Sandsteinplatten ausgelegt. Es ist auch traumhaft ruhig und sauber, also ein Ort, an dem man sich richtig wohl fühlt. Nach einer mehr oder weniger ruhigen Nacht neben der Kirchturmglocke, erkunden wir am nächsten Tag erneut die Strassen von Barichara. Wir erklimmen den Mirador und blicken in ein tiefes Tal und den Fluss Suárez, besichtigen die Capilla de San Juan de Dios als auch die Capilla de Santa Barbara, hinter der sich der Parque Para Las Artes befindet. Außerdem dürfen wir die gestern noch geröstet verspeisten Ameisen heute in freier Natur erleben. Sie sind wirklich riesig.

Über San Gil geht es weiter nach Süden in Richtung Bogotá. Eigentlich brauche ich es gar nicht mehr zu erwähnen, die Gegend ist traumhaft. Links und rechts von uns geht es runter in grüne Täler, die mit kleinen Hügeln übersäht sind auf denen die mit Parasiten behangenen Bäume stehen, während wir oben auf einem Bergkamm fahren. Nach einer Nacht an einer Tankstelle geht es weiter durch Kolumbiens Berge. Diesmal führt uns die Strasse durch ein wunderschönes schmales Tal, entlang eines Flusses. Die Felswände erheben sich hunderte von Metern zu beiden Seiten, sogar zwei Wasserfälle passieren wir. Am Ende dieses Tals gelangen wir in eine Gegend, die uns wieder einmal stark an die Schweiz erinnert, die Häuserformen, die grünen sanften Hügel, die Kühe. In Arcabuco zweigen wir auf eine kleine Strasse ab, die uns zu unserem nächsten Ziel, nach Villa de Leiva führt. Ich wiederhole mich - grüne saftige Hügel, Oliven- und Eukalyptusbäume, viele Rinder, Pferde und sonstiges Getier, wunderschöne Villen in gepflegten Riesengärten. In der Ferne sieht man grüne Felsen, die in den tiefen Wolkenhimmel hineinragen. Obwohl wir gerade noch durch Regen gefahren sind, scheint hier auf der anderen Seite der Berge bereits wieder die Sonne. Bevor wir uns auf einem großen Campground einmieten, machen wir schnell noch einen Abstecher in die Stadt und zum Touristen Office. Da hier heute Filmaufnahmen gemacht werden, sieht man an jeder Ecke Militär. Parken entpuppt sich auch als schwierig, wie Reinhold später berichtet. Trotzdem machen wir schon einmal die ersten Fotos, denn die Sonnenstrahlen müssen wir ausnutzen. Villa de Leiva – ein Nationales Denkmal - ist wirklich ein schöner Ort, vor allem mit den dahinter liegenden grünen Bergen. Viele internationale als auch nationale Touristen machen die nicht preiswerte Stadt vor allem am Wochenende unsicher. Das spiegelt sich in den vielen Restaurants und Artesan-Geschäften wieder. Leider läuft es sich nicht so einfach über das grobe Kopfsteinpflaster.

Wir verbringen die nächsten drei Tage an diesem friedlichen Ort und neben organisatorischen und administrativen Dingen, erkunden wir auch die Umgebung von Villa de Leiva. Die gesamte Gegend war ursprünglich Meeresboden und dementsprechend lassen sich hier viele fossile Schätze entdecken. Mit dem El Verde Toyota fahren wir zur ersten „Sehenswürdigkeit“, die Pozos Azules, welche bei diesem verhangenden Wetter allerdings alles andere als Azul sind. Auf der Suche nach dem Museum „El Fossil“ landen wir zuerst an einem Vergnügungspark mit aufgestellten Sauriern. Nichts für uns, wir drehen um. Dann finden wir das kleine Museum, in dem ein riesiges Urreptil und weitere Funde aus der Urzeit ausgestellt sind. Das Museum wurde um die Funde herum gebaut und ist ganz interessant, auch wenn die Beschreibungen alle in Spanisch sind. Weiter geht es zur archäologischen Stätte der Phallussymbole, doch die zu finden, erweist sich als spannend. Niemand kennt den Ort. Stattdessen entdecken wir wunderschöne Häuser in Gärten, die alle mit großen Findlingen übersäht sind. Auch ein Natursteinhaus ohne Ecken mit dem Namen ‚Terrakotta Haus’ spüren wir auf. Anschließend sitzen wir in einem teuren Cafe in Villa de Leiva bei klassischer Musik, jeder von uns eine andere leckere Backkreation vor sich. Wieder einmal wollen Olli und ich Postkarten versenden, doch nachdem wir nach langem Suchen endlich so etwas wie eine Post gefunden haben, verlangt der nette Herr doch glatt 3,20 USD Versandgebühr für eine Karte. Wir warten lieber noch bis Ecuador… Am nächsten Tag gehen wir auf den Markt. Ein richtiger Dorfmarkt mit Obst und Gemüse, Klamotten, Fleisch und Essensständen, wo wir überall kräftig zuschlagen. Zwischendrin sieht man immer mal wieder eine runzelige Indianerfrau mit Hut und zwei Zöpfen. Auch bunt angesprühte Küken werden angeboten, kleine Katzen und Hunde, ganze Schweinsbeine und Hahnenköpfe ohne Schnabel.

Eigentlich wollen Olli und ich am nächsten Tag nach Bogota aufbrechen doch aufgrund der Wahlen hier in Kolumbien haben die Museen alle zu und so reisen wir weiter mit Karin und Reinhold. Zunächst geht es – natürlich durch atemberaubende Landschaft – in den kleinen Ort Raquira. Dieser ist bekannt für seine Töpferwaren und ein beliebtes Ausflugsziel. Und wirklich, die Häuser in Raquira sind in grellen Farben gestrichen und davor mit Waren dekoriert. Wir laufen von einem Geschäft ins nächste und können uns gar nicht satt sehen an den vielen Souvenirs. Als Olli und ich eine steile Treppe erklimmen, gelangen wir zu einer Töpferfabrik, wo uns ein netter junger Mann alles zeigt und erklärt und wir sogar beim Gestalten der Töpferware zuschauen können. Auf der Fahrt nach Tunja geht es auf einer guten Strasse an den Bergen entlang um ein großes flaches Tal herum. Tunja ist eine große tumultige Stadt. Plötzlich stehen wir an einer Kreuzung, wo es für uns eine lange supersteile Strasse bergauf geht Der kleine Toyota fährt voraus, doch auf halber Strecke macht er schlapp. Olli zieht links daran vorbei und wir beten und streicheln unseren Harry, dass er doch bitte nicht stehen bleibt oder gar zurückrollt. Und wirklich, wir landen oben auf der Kuppe des Berges. Nach dem Sammeln machen wir, dass wir schnell aus Tunja herauskommen. Nun geht es im Nieselregen 70 km über eine neue Autobahn nach Sogamoso. Wir erreichen den doch etwas größeren Ort im Dämmerlicht und beschließen hier vor dem Archäologischen Museum zu campieren. Dieses besuchen wir am nächsten Morgen und erfahren einiges über die Muiscas, welche hier friedlich lebten, bevor die Spanier kamen und scharf auf deren Gold waren. Nach dem Museumsbesuch trennen wir uns von Karin und Reinhold. Die beiden möchten noch die Nachbarorte und eine berühmte Lagune besuchen, doch uns ist es zu nass und so beschließen wir uns auf nach Bogotá und Zipaquira zu machen. Traurig nehmen wir Abschied, denn es war sehr schön gemeinsam zu reisen.