Chile

Die Republik Chile ist ein schmaler und lang gestreckter Staat im Westen von Südamerika. Zwischen den bis zu 7.000 m hohen Anden im Osten und dem wilden Pazifik im Westen liegen im Schnitt nur 180 km. Von Peru und Bolivien im Norden bzw. Nordosten bis hinunter zur Antarktis sind es dagegen 4.300 km. Der Name des Landes stammt von dem Aymara Wort „chilli“ und bedeutet „Land, wo die Welt zu Ende ist“. Zum Staatsgebiet Chile zählen diverse Pazifische Inseln (u. a. die Osterinseln) als auch ein Teil der Antarktis. Auf diesem Gebiet, welches etwa doppelt so groß wie Deutschland ist, leben nur 15 Mio. Menschen. Die Hälfte davon besiedelt den Großraum um die Hauptstadt Santiago de Chile (5,5 Millionen Einwohnern = 1/3 der Gesamtbevölkerung). Chilenen mit europäischen Vorfahren und Mestizen bilden rund 95 % der Bevölkerung. Nur 4,6 % sind Indigen. Die Amtssprache ist Spanisch und im Süden Chiles wird aufgrund der deutschen Einwanderer vereinzelt auch deutsch gesprochen. Die Landeswährung ist der Chilenische Peso.

Aufgrund der Länge Chiles trifft man hier auf unterschiedlichste Landschaften. Ganz im Norden befindet sich die trockenste Wüste der Erde (Atacama). Der Osten wird von den Anden dominiert mit dem 6.880 m hohen Ojos del Salado, gleichzeitig höchster Vulkan der Welt. In Zentralchile findet man mediterranes Klima vor und der ‚Kleine Süden’ ist geprägt von Wäldern und herrlichen Landschaften. Weiter südlich, in Patagonien, gibt es enorme Gletschergebiete und extreme Einsamkeit. Chile gilt als sicheres Reiseland, die Strassen sind vornehmlich asphaltiert.