Paraguay

Paraguay, eines der ärmsten Länder Südamerikas, doch das ist seiner Schönheit nicht abträglich. Wie Bolivien ein Binnenstaat, umfasst es etwas mehr als 400.000 km2 auf denen ca. 7 Millionen Menschen leben. Paraguay wird von dem gleichnamigen Strom in zwei Hälften geteilt. Im Nordwesten ist es der Gran Chaco, eine flache Sumpflandschaft, und im Osten erstreckt sich ein bis zu 700 m hohes subtropisches Tafel- und Bergland (Cordillera de Caaguazu), welches in die fruchtbare Paraná-Paraguay-Senke abfällt. Fast die gesamte Bevölkerung des Landes bewohnt das Südöstliche Paraguay. 90 % davon sind Mestizen, also Nachkommen der Guarani-Indianer und der Spanier. Seit dem 20. Jahrhundert haben sich auch europäische Einwanderer, vor allem Deutsche, angesiedelt. Den Nordwestlichen Chaco besiedeln aus Russland eingewanderte Mennoniten, die wie überall die Wirtschaft stark angekurbelt haben. Paraguay besitzt zwei offizielle Sprachen, Spanisch und Guarani.

In Paraguays Hauptstadt Asunción leben ca. 1 Million Menschen. Hier befindet sich neben Industrie und Handel auch die Verwaltung des Landes. Über eine Hauptachse erreicht man Ciudad del Este, die zweitgrößte Stadt Paraguays und gleichzeitig Grenzstadt zu Brasilien und Argentinien. Zollfreies Einkaufen sowie Schmuggel sind hier an der Tagesordnung. Wie viele lateinamerikanische Länder, war Paraguay eine spanische Kolonie, die 1811 ihre Unabhängigkeit erkämpfte. Doch noch heute besitzen wenige fast 70 % der Grundfläche und die Besitzschere geht weit auseinander.